NSU-Prozess: Wie kamen die Terroristen an die Waffen?
Wege unerklärlich

Ein Schweizer Kripo-Beamter hat am Mittwoch als Zeuge im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht (OLG) München ausgesagt. Er ermittelte gegen zwei mutmaßliche Beschaffer der wichtigsten NSU-Mordwaffe. Klarheit, wie die Waffe nach Jena kam, konnte er nicht liefern. Einer der beiden sei in den Geschäftsunterlagen eines Waffengeschäfts als Empfänger der Pistole vom Typ "Ceska" vermerkt, sagte der Polizist. Diese Waffe soll er an den zweiten Schweizer Verdächtigen übergeben haben. Nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft soll die Pistole über die beiden Schweizer nach Jena gelangt sein. Allerdings fehlt bisher ein Beweis, um den Lieferweg der Pistole lückenlos zu belegen. Der Mitangeklagte Ralf Wohlleben soll den Kauf der Pistole in Auftrag gegeben und gewusst haben, dass damit Morde geplant seien.
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