NSU: Vorwürfe von Schindler

Angesichts neuer Fragezeichen im Zusammenhang mit dem "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) fordert die Opposition dringend Aufklärung von Staatsregierung und Ermittlungsbehörden. Der SPD-Rechtsexperte Franz Schindler klagte am Donnerstag, der NSU-Untersuchungsausschuss sei von den Behörden möglicherweise hinters Licht geführt worden. Michael Piazolo (Freie Wähler) erinnerte schon an die Möglichkeit einer Neuauflage des Ausschusses.

Hintergrund ist, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) bestätigte, schon mehrere Jahre vor dem Auffliegen des NSU eine CD mit Hinweisen auf den Namen der rechtsextremen Terrorgruppe im Archiv gehabt zu haben. "Im Rahmen der Aktensichtung für ein laufendes Ermittlungsverfahren wurde im BfV eine CD aus dem Jahr 2005 gefunden, die das Kürzel NSU/NSDAP enthält", erklärte die Behörde.
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