Nützliche Vogelarten durch Menschen bedroht
Spatz, bleib da!

Bekannte Vogelarten wie der Spatz werden in Deutschland immer weniger. Schuld daran ist der Mensch. Bild: dpa
Der Vogelbestand in Europa ist in den vergangenen 30 Jahren dramatisch zurückgegangen. Bekannte Arten wie Spatzen, Lerchen, Rebhühner und Stare sind besonders betroffen.

Insgesamt gibt es heute 421 Millionen Vögel - weniger als noch vor drei Jahrzehnten, wie Wissenschaftler der englischen Universität Exeter ermittelt haben. Das entspricht einem Rückgang von rund 20 Prozent. Zu schaffen machen den Tieren die Anbaumethoden der modernen Landwirtschaft und die Zersplitterung ihres Lebensraums.

Nützlich für Menschen

"Es macht uns große Sorgen, dass die verbreitetsten Vogelarten schnell zurückgehen, denn von dieser Gruppe von Vögeln profitieren die Menschen am meisten", sagt Studienleiter Richard Inger. Vögel helfen, Schädlinge im Zaum zu halten und bei der Verbreitung von Samen. Aasfressende Arten entfernen außerdem Kadaver aus der Natur.

Andere Arten nehmen hingegen zu: Kohlmeisen, Rotkehlchen, Blaumeisen und Amseln gibt es heute mehr als noch vor 30 Jahren. Auch seltene Vogelarten wie der Weißstorch kämen häufiger vor, weil sie von besonderen Schutzvorschriften profitieren.

"Der Erhalt aller Vögel und ihrer Lebensräume ist notwendig, um die rückläufigen Zahlen umzukehren", sagt Richard Gregory von der größten britischen Vogelschutzorganisation, der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB).
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