OB Reiter spricht mit Flüchtlingen im Hungerstreik
Im Dialog

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat am Montag die rund 30 hungerstreikenden Flüchtlinge in der Innenstadt zum Dialog aufgefordert. Eine gute halbe Stunde hörte er sich deren Anliegen an. Und er rief sie auf, den Hungerstreik zu beenden.

Gleichzeitig kündigte Reiter an, dass er sich um ihre Unterbringung in der Bayernkaserne kümmern und Gespräche mit Stadt, Staatsregierung und möglicherweise auch Vertretern der Bundesregierung anbieten werde. "Ich habe ihnen gesagt, dass sie mit dem Hungerstreik Sachentscheidungen nicht verändern werden", sagte er. Knapp 30 Männer und Frauen verbrachten bereits die zweite Nacht mit Schlafsäcken, Matratzen und Decken unter einem offenen Pavillonzelt am Sendlinger-Tor-Platz. Sie demonstrieren seit Samstagnachmittag insbesondere gegen die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften. Sie fordern einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt. Zudem stellen sie sich gegen die Regelung, dass innerhalb der EU das Land zuständig ist, über das der Asylbewerber eingereist ist. "Kein Mensch ist illegal! Wir bleiben alle!", hieß es auf einem Spruchband. Die aus mehreren Ländern stammenden Asylbewerber kommen aus unterschiedlichen Teilen Bayerns, teils auch aus anderen Bundesländern. Einige Flüchtlinge waren bereits an der Protestaktion im Juni 2013 am Rindermarkt beteiligt.

"Es geht natürlich um ein generelles Bleiberecht", sagte Reiter. Er könne aber so etwas nicht zusagen. Die Politik sei angesichts von weltweit 54 Millionen Flüchtlingen gefordert, sich mit dem Thema zu befassen.
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