Obama und Merkel uneins über Waffen für Ukraine
Druck auf Putin

Vor dem Vierergipfel zum Ukraine-Konflikt morgen in Minsk haben die USA und Deutschland den Druck auf Russland erhöht. Nach einem Treffen im Weißen Haus drohten US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Kreml am Montag mit weiteren Sanktionen, falls es keine konkreten Ergebnisse gibt. Obama schloss auch die Lieferungen von Waffen an Kiew nicht aus. Merkel lehnt solche Lieferungen für Deutschland strikt ab.

Obama versicherte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Kanzlerin: "Wir wollen weiterhin eine diplomatische Lösung für diese Krise." Zugleich werde man aber "nicht zulassen, dass die Grenzen Europas neu gezeichnet werden". Falls die diplomatischen Bemühungen keinen Erfolg hätten, seien für die USA auch Waffenlieferungen eine "Option".

Merkel erklärte erneut: "Eine militärische Lösung sehe ich nicht." Zu den Aussichten des Vierertreffens sagte sie: "Es ist den Versuch wert. Ich würde mir große Vorwürfe machen, wenn man es nicht versucht hätte. Dennoch ist der Erfolg alles andere als sicher." (Seite 7)
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