Oberpfälzer verlieren im Allgäu mit 2:5
Enttäuschung bei den Blue Devils

Die Blue Devils haben am Sonntag das fünfte Match der Play-down-Serie beim ERC Sonthofen mit 2:5 verloren. Keeper Daniel Huber, der am Freitag beim 2:1-Heimerfolg so großartig gehalten hatte, ließ sich zu einer Unbeherrschtheit hinreißen und kassierte dafür eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Huber ist damit im ersten Match der zweiten Play-down-Runde gegen den EV Füssen gesperrt. Bild: Gebert
Sonthofen. (gb) Jubel beim ERC Sonthofen, Enttäuschung bei den Blue Devils: Während die Allgäuer im entscheidenden fünften Match den Klassenerhalt geschafft haben, müssen die Weidener in die zweite Play-down-Runde. Disziplinlosigkeiten waren am Sonntag ein Grund für die Niederlage.

Nach dem 2:1-Erfolg am Freitag waren die Blue Devils mit großen Hoffnungen zum abschließenden Spiel der Best-of-five-Serie ins Allgäu gefahren. Doch die Eishalle in Sonthofen war erneut kein gutes Pflaster für die Weidener. Wie in den Play-down-Partien eins (1:7) und drei (2:5) sowie in den beiden Vorrunden-Spielen (2:7, 4:7) zogen sie bei den heimstarken Allgäuern wieder den Kürzeren. Nach einem guten ersten Drittel verloren die Oberpfälzer am Ende mit 2:5 (0:1, 0:3, 2:1).

"Wir haben uns in der Serie nicht schlecht verkauft. Nicht viele hatten uns zugetraut, dass es über fünf Spiele geht. Doch gegen eine erfahrene Mannschaft wie Sonthofen fehlt uns in einer so wichtigen Partie wie heute die Konstanz über 60 Minuten", sagte Devils-Trainer Josef Hefner. Deutliche Worte fand Vorsitzender Thomas Siller schon in der ersten und zweiten Drittelpause: "Mit Undiszipliniertheiten machen wir uns alles kaputt. Wir verlieren das Spiel nur durch dumme Strafzeiten!"

Kein Tor in 5:3-Überzahl

"Wir haben gut angefangen", erklärte Hefner und auch Siller sprach von einem "sehr guten ersten Drittel mit mehr Spielanteilen" für die Blue Devils. Allerdings fehlten zwingende Aktionen vor dem Tor, zum Beispiel blieb eine doppelte Überzahl fast eineinhalb Minuten lang ungenutzt. Ende des ersten Drittels nahm dann das Unheil seinen Lauf, wobei Siller vor allem Konstantin Firsanov scharf kritisierte. Nach einer verbüßten Strafe war Firsanov erst wenige Sekunden wieder auf dem Eis und leistete sich sofort ein dummes Foul. Als dann auch noch Marius Pöpel in die Kühlbox marschierte, traf Brad Miller in der 20. Minute in 5:3-Überzahl zum 1:0 für Sonthofen.

Sillers zweiter Sündenbock war der sonst ruhige Jiri Kuchler, der sich nach einer Strafe noch zwei Minuten zusätzlich einhandelte. Die für ihr gutes Powerplay bekannten Bulls nutzten die Chance und Michael Grimm erhöhte auf 2:0 (28.). Vier Minuten später fiel die Vorentscheidung, wobei Devils-Goalie Daniel Huber nach dem Treffer von Andrew Contois ausrastete und mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis musste. "Natürlich muss er sich beherrschen", sagte Hefner, der aber seinen Keeper in Schutz nahm: "Er hatte die Scheibe sicher und bekam dann einen Schlag auf die Hand." Huber ist damit im ersten Match der zweiten Play-down-Runde gesperrt.

Oliver Engmann hütete ab der 32. Minute den Weidener Kasten. Der weitere Verlauf war für die cleveren Allgäuer nur noch Formsache. Noch im zweiten Drittel machte Pascal Kröber mit dem 4:0 (40.) alles klar. Positiv ist zu erwähnen, dass sich die Blue Devils trotz des klaren Rückstands weiter um eine Resultatsverbesserung bemühten. Die gelang Daniel Willaschek (42.) und Ludwig Synowiec (59.) jeweils in Überzahl. Dazwischen hatte Michael Waginger das 5:1 für Sonthofen erzielt (52.).

Ab Freitag gegen Füssen

In der zweiten Play-down-Runde treffen die Devils auf den EV Füssen, der sein fünftes Match in Erding mit 4:8 verlor. Die Best-of-five-Serie beginnt am Freitag, 20. März, in Füssen. Die weiteren Termine: Sonntag, 22. März, in Weiden, Dienstag, 24. März, in Füssen, und, falls nötig, Freitag, 27. März (Weiden), und Sonntag, 29. März (Füssen). Der Verlierer dieser Serie steigt in die Bayernliga ab. Allerdings kann auch der Sieger absteigen, falls kein Südverein in die DEL 2 aufsteigt, es einen Aufsteiger aus dem Landesverband und einen Absteiger in den Süden aus der DEL 2 gibt.
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