Oberstaatsanwalt fordert lebenslange Haft für 47-Jährigen
Ehefrau mit 53 Messerstichen getötet

Symbolbild: dpa
Amberg/Schnaittenbach. (hou) Weil er seine Ehefrau mit 53 Messerstichen tötete, soll der aus Weiden stammende 47-jährige Hermann K. lebenslang in Haft.

Vor dem Amberger Schwurgericht sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Harald Riedl am Mittwoch in seinem Plädoyer, der Mann habe die 38-jährige Mutter dreier Kinder in der gemeinsamen Wohnung in Schnaittenbach (Kreis Amberg-Sulzbach) regelrecht "abgeschlachtet", weil sie sich von ihm habe trennen wollen. Das sei aus niederen Beweggründen heraus geschehen und deshalb als Mord einzustufen.

Völlig anderer Meinuung war Verteidiger Dr. Hans-Wolfgang Schnupfhagn (Weiden). Sein Mandant, sagte Schnupfhagn, habe im Affekt gehandelt. Acht Jahre Freiheitsstrafe hielt er für ausreichend, um die in der Nacht zum 11.
Februar 2014 geschehene Bluttat zu sühnen.

In seinem Schlusswort unterstrich der Angeklagte: "Ich wollte sie nicht töten." Das Urteil wird am Freitag verkündet.
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