Obst für Krippenkinder: SPD verärgert über Regierung
Rot und sauer

Zwischen Staatsregierung und SPD ist ein Streit um kostenloses Obst für bayerische Krippenkinder entbrannt. Anlass sind die Regularien des bayerischen Schulobstprogramms. Krippenkinder dürfen zwar das kostenlose Obst mitessen - doch geliefert wird nur für Kinder ab drei Jahren. Die SPD fordert nun im Landtag, dass die Krippenkinder eigenes Obst bekommen sollen. "Diese ungerechte und unzureichende Ausgestaltung des Schulfruchtprogramms durch das Ministerium muss dringend korrigiert werden", heißt es in dem SPD-Antrag. "Damit das Schulfruchtprogramm tatsächlich nachhaltige Effekte auf das Essverhalten der Kinder und Jugendlichen im Freistaat zeigt, sollten alle Säuglinge, Kleinst- und Kleinkinder in betreuten Einrichtungen regelmäßig mit gesundem Obst und Gemüse versorgt werden."

2014 hatte der Landtag auf Initiative der SPD beschlossen, das Schulobstprogramm auf Vorschulkinder auszudehnen. Auf die Nachfrage der SPD teilte das Agrarministerium im September mit, aus logistischen Gründen orientiere sich die Gesamtmenge an Obst und Gemüse an der Zahl der betreuten Kinder ab drei Jahren. "Mitessen können alle Kinder ab einem Jahr." Auf Nachfrage hieß es dann im Januar: "Derzeit ausgeschlossen sind Kinderkrippen." Nun kommt das Krippenobst wieder auf die Tagesordnung des Landtags.
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