Obst- und Gartenbauverein vor 50 Jahren gegründet - Engagement von Willi Meier gewürdigt
Viel zu feiern

Schnaittenbach. (ads) Gleich dreifach hatte der Obst- und Gartenbauverein heuer Grund zu feiern: sein 50-jähriges Bestehen, 40 Jahre Willi Meier als Vorsitzender und das 20-Jährige des Kräutergartens. Krönender Abschluss war ein Ehrenabend, bei dem Landtags-Vizepräsidentin Inge Auers referierte.

Musikalisch begleiteten der Zitherclub Amberg und der Kirchenchor St. Vitus die Feierlichkeiten. Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann outete sich als leidenschaftliche Hobbygärtnerin und hatte ein selbst gezüchtetes Wermutkräutchen als Geschenk mitgebracht.

Der Jubelverein wurde vom Vater des jetzigen Vorsitzenden Georg Meier 1964 mit zwölf weiteren Idealisten gegründet. Dorfverschönerungsaktion, die Zählung der Obstbäume oder die Pflege des Kirchplatzes waren die ersten durchgeführten Aktionen. Nach dem Tod seines Vaters Georg übernahm der Onkel Hans Meier das Vorsitzendenamt, ehe Willi Meier als "junger Wilder" 1974 an die Spitze des Vereins gewählt wurde.

Unter seiner Vereinsführung wurde die Gift- und Torfbestellung abgeschafft, wurden Blumenbälle abgehalten und beispielsweise das Palm- und Kräuterbuschenbinden eingeführt. Der vom Gartenverein initiierte Blumenschmuckwettbewerb schrieb mit bis zu 800 Teilnehmern alljährlich rekordverdächtige Zahlen. Gemeinsam mit Pfarrer Josef Gebhardt entstand die Idee des Kräutergartens, der 1994 eingeweiht wurde. Hollerfest, Herbergssuche, große Stadtkrippe und zahlreiche weitere Veranstaltungen kultureller, kräuterpädagogischer oder musikalischer Art machen seitdem die Anlage zum Besuchermagneten weit über die Grenzen der Stadt hinaus. 2004 erfolgte die Umgestaltung des Kräutergartens mit Errichtung eines neuen Gebäudes mit Wintergarten und Behindertentoilette.

Das Engagement von Willi Meier in den vergangenen vier Jahrzehnten wurde am Ehrenabend vielfach herausgestellt. "Was wären der Obst- und Gartenbauverein sowie der Kräutergarten ohne den Vorsitzenden und Mentor Willi Meier, der seit 40 Jahren den Verein führt und den Kräutergarten vor 20 Jahren initiiert hat?", fragte zweiter Bürgermeister Uwe Bergmann. Schon damals habe Meier eine echte Begegnungsstätte im Auge gehabt. Noch niemand habe von Inklusion gesprochen, als der Verein behindertengerechte Zugänge und Hochbeete für Rollstuhlfahrer angelegt habe.

"Diese Vision von Willi Meier wurde Wirklichkeit. Der Kräutergarten ist heute Begegnungsstätte für Jung und Alt, Gesunde und Kranke, für Menschen mit und ohne Handicap", stellte Bergmann heraus. Er bedankte sich bei Meier für viele Jahre ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft.
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