Ökostrom-Umlage sinkt kaum spürbar - Konzerne müssen Betrag nicht weitergeben
2,45 Euro im Jahr sparen

Der Kostenanstieg bei der Energiewende ist vorerst gebremst. Verbraucher und Wirtschaft können auf etwas Entspannung bei den Strompreisen hoffen. Erstmals sinkt im Jahr 2015 die Ökostrom-Umlage, wenn auch nur minimal von 6,24 auf 6,17 Cent je Kilowattstunde, teilten die vier für die Verwaltung des Ökostrom-Kontos verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber am Mittwoch mit. Diese Senkung wird bei der über den Strompreis zu zahlenden Umlage bei 3500 Kilowattstunden Verbrauch nur 2,45 Euro weniger im Jahr ausmachen - bisher sind bei einem solchen Verbrauch ohne Mehrwertsteuer 218 Euro zu zahlen.

Die Umlage macht etwa 18 Prozent des Strompreises von Haushaltskunden aus. Die Mini-Ersparnis muss nicht zwangsläufig weitergegeben werden. Und der Netzausbau, der dem Transport von Wind- und Solarstrom dienen soll, belastet in vielen Regionen die Netzentgelte, die wie die Ökostrom-Umlage Bestandteil des Strompreises sind. Da aber dank des Ökostroms seit Jahren die Einkaufspreise für Strom sinken, sehen Verbraucherschützer dennoch Luft für Strompreissenkungen. "Viele Versorger müssten nach unseren Berechnungen die Strompreise senken", betonte der Energieexperte der nordrhein-westfälischen Verbraucherzentrale, Udo Sieverding.

Nach Berechnungen von Verivox kann es wegen steigender Netzentgelte in einzelnen Regionen sogar zu Preiserhöhungen kommen. Insgesamt gilt: Preise vergleichen und gegebenenfalls Anbieter wechseln.
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