Offene Fragen

Im Untersuchungsausschuss Labor bleibt die zentrale Frage weiter ungeklärt, ob politische Einflussnahme aus Richtung der CSU zehntausende betrügerische Ärzte vor Strafe schützte. Im Raum steht aber die Frage, ob die Münchener Generalstaatsanwaltschaft Angst hatte, eine Vielzahl von Ärzten gleichzeitig strafrechtlich zu verfolgen.

Einer der wichtigsten Zeugen betonte am Montag: "Auf mich gab es keine politische Einflussnahme." Das sagte der frühere Staatsanwalt Andreas Harz, der von 2006 bis 2008 die Ermittlungen gegen den Augsburger Laborarzt Bernd Schottdorf und eine Reihe von dessen Kunden in der niedergelassenen Ärzteschaft geführt hatte. Harz berichtete aber auch ohne Zögern, dass es 2008 zu einem Konflikt mit der Generalstaatsanwaltschaft München kam. Grund war die Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft, den gesamten Schottdorf-Komplex schrittweise von München an die benachbarte Augsburger Staatsanwaltschaft abzugeben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kurz notiert (401123)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.