Opfer gehen leer aus

Sexualstraftäter können sich mit einer Privatinsolvenz späteren Forderungen ihrer Opfer nach Schmerzensgeld und Schadenersatz entziehen. Darauf hat das Oberlandesgericht Hamm am Freitag hingewiesen. Zwar habe der Gesetzgeber Opfern sexuellen Missbrauchs ausdrücklich einen längeren Zeitraum eingeräumt, bis ihre Ansprüche verjähren. Wenn der Peiniger zwischenzeitlich aber eine Privatinsolvenz durchlaufe, kämen die Forderungen dennoch zu spät. Der Gesetzgeber habe sexuellen Missbrauch als Ausnahme beim Insolvenzverfahren noch nicht berücksichtigt.
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