Ort zum Lernen und Erinnern

Der ehemalige Führerbau (links) und der Neubau des NS-Dokumentationszentrums in München. Bild: dpa
Zwei Monate vor der Eröffnung laufen am Münchner NS-Dokumentationszentrum die Arbeiten auf Hochtouren. Die Außenhaut ist fertig - im Inneren sei "Baustelle", sagte Gründungsdirektor Winfried Nerdinger am Donnerstag bei der Vorstellung des Gebäudes. Bis zur Eröffnung werde aber alles fertig. "Wir arbeiten hier im Zeitplan." Auch der Kostenrahmen von gut 28 Millionen Euro werde eingehalten, sagte Baureferentin Rosemarie Hingerl.

Der Festakt mit 200 Gästen ist am 30. April geplant - ein symbolisches Datum: An diesem Tag vor 70 Jahren wurde München von den Alliierten befreit. Es habe lange gedauert, aber nun sei die Eröffnung nahe, sagte Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU). "Das NS-Dokumentationszentrum wird einen wichtigen Beitrag zu einer dauerhaften und intensiven Auseinandersetzung mit dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte ermöglichen."

Das Haus auf dem ehemaligen Gelände der NSDAP-Parteizentrale, dem sogenannten Braunen Haus, soll ausdrücklich kein Museum sein, sondern ein "Lern- und Erinnerungsort". Erwartet werden jährlich 200 000 bis 250 000 Besucher.
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