Ostbayerischer Feuerwehrpreis geht nach Schwandorf
Für clevere Mitgliederwerbung belohnt

Stellvertretend für die Feuerwehr Krondorf-Richt nahm Kommandant Thomas Schmidt (links) den Ostbayerischen Feuerwehrpreis aus den Händen von Sparda-Bank-Vorstand Georg Thurner entgegen. Bild: gib
 
Den Ostbayerischen Feuerwehrpreis mit einer Gesamthöhe von 10 000 Euro entgegen nahmen Thomas Schmidt (Krondorf-Richt, erster Platz, rechts), Martin Lachmayr (Burgweinting, zweiter Platz, Zweiter von rechts) und Robert Anzenberger (Sandbach, dritter Platz, ganz links). Es gratulierten (von links) Helmut Graf, Regierungsvizepräsident von Niederbayern, Axel Bartelt, Oberpfälzer Regierungspräsident, Fredi Weiß, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbands Oberpfalz, Georg Thurner und Johannes Le
Regensburg. (gib) Thomas Schmidt, Kommandant der Feuerwehr Krondorf-Richt aus Schwandorf, war kurz sprachlos. Er hatte sich kaum Chancen auf den Sieg ausgerechnet – und durfte am Donnerstagabend im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz doch den ersten Ostbayerischen Feuerwehrpreis entgegennehmen. Der zweite Preis ging an die Feuerwehr Burgweinting, der dritte an die Feuerwehr Sandbach.

Die Feuerwehrjugend habe die komplette Bewerbung übernommen, sagte Schmidt. Daher gelte ihr der größte Dank. Bei der Feuerwehr Krondorf-Richt handele es sich um eine vergleichsweise kleine Wehr mit überschaubarer technischer Ausstattung, sagte Schmidt. Was den Verein ausmache, sei die Gemeinschaft und die seit 20 Jahren sehr erfolgreiche Jugendarbeit. Letztere lief offensichtlich so gut, dass sich die älteren Mitglieder vor einigen Jahren zurückgezogen hatten. Doch sie wurden jüngst reaktiviert. Nun gelte das Motto „Trotz des Generationenunterschieds gemeinsame Werte schaffen“, erklärte Schmidt.

Die Jury des Feuerwehrpreises, der zum vierten Mal von der Sparda-Bank Ostbayern vergeben wurde, lobte das „umfangreiche, vielseitige und prägende Wirken“ der Feuerwehr Krondorf-Richt. Dazu gehören ein dreijähriges Ausbildungskonzept, die Präsenz bei Veranstaltungen vor Ort, eine aktive Öffentlichkeitsarbeit und eine überdurchschnittliche Frauenquote. Die Aktivitäten wurden mit einem Preisgeld von 5000 Euro belohnt.


Platz zwei und ein Preisgeld von 3000 Euro erhielt die Feuerwehr Burgweinting aus dem Regensburger Stadtsüden. Der Verein setzt insbesondere auf die Anwerbung von 25- bis 45-jährigen „Quereinsteigern“. Mit der Kampagne „Steig mit ein“ gelang es jüngst, zehn neue Mitglieder zu gewinnen, wie Kommandant Martin Lachmayr erklärte. Für sie wurde eigens ein Ausbildungsplan erarbeitet, angepasst auf die eingeschränkte Freizeit der Neumitglieder.

Die Feuerwehr Sandbach (Kreis Passau) belegte den mit 2000 Euro dotierten dritten Platz. Dort wurde unter anderem ein Patensystem installiert, das den Übergang von der Jugendfeuerwehr in den Einsatz- und Übungsdienst erleichtern soll. Die Zahl der jugendlichen Mitglieder verdoppelte sich im vergangenen Jahr fast. Kreisjugendwart Robert Anzenberger freute sich über die Auszeichnung.

„Die Feuerwehren prägen das öffentliche Leben, sie machen die Gemeinden zur Heimat“, sagte der Oberpfälzer Regierungspräsident Axel Bartelt. Durch den Wegzug aus ländlichen Regionen, die zeitliche Belastung von Berufspendlern und das immer vielfältigere Freizeitangebot täten sich jedoch personelle Löcher auf. Er begrüßte daher den Ostbayerischen Feuerwehrpreis als „Ideenwerkstatt“, wie Mitglieder angeworben und gehalten werden können. Auch Helmut Graf, Regierungsvizepräsident von Niederbayern, und Fredi Weiß, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbands Oberpfalz, betonten die Bedeutung der Feuerwehren in der Region.

Neben den drei Preisträgern hatten sich weitere 28 Feuerwehren beworben, die je 100 Euro als Anerkennung erhielten, wie Georg Thurner, Vorstand der Sparda-Bank Ostbayern erklärte. Angenommen wurden Bewerbungen zu den Themen Mitgliedergewinnung und gesellschaftliches Engagement.
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