Osterpost kann sich deutlich verzögern
Warnstreiks bei der Deutschen Post gestartet

Stapeln könnte sich die Post auch in Bayern. Wer zu Ostern etwas verschicken möchte, muss damit rechnen, dass es später ankommt als geplant. (Bild: dpa)
Berlin/München. (dpa) Zahlreiche Briefe und Pakete könnten an Ostern liegen bleiben. Verdi ruft zu Warnstreiks bei der Deutschen Post auf. Auch beim Versandhändler Amazon lässt die Gewerkschaft in NRW nicht locker.

In vielen Niederlassungen bei der Deutschen Post sind Beschäftigte bundesweit seit der Frühschicht in den Streik getreten. Seit den frühen Morgenstunden habe Verdi in der Paket- und Briefzustellung bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen, sagte eine Verdi-Sprecherin in Berlin. Die Gewerkschaft rechnet am Mittwoch mit mehreren Tausend Teilnehmern.

«Wir gehen davon aus, dass die Warnstreiks zu deutlichen Verzögerungen in der Postbearbeitung führen werden», hieß es bei Verdi in Nordrhein-Westfalen. Auch in anderen Bundesländern wie unter anderem in Bayern, Niedersachsen und Sachsen ließen Post-Beschäftigte der Frühschicht die Arbeit ruhen.

Verdi fordert für die 140.000 tariflich bezahlten Mitarbeiter der Post Arbeitszeitverkürzungen von 38,5 auf 36 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. Hintergrund des Ausstands ist die Gründung von Regionalgesellschaften in der Paketzustellung, wo die Zusteller zu niedrigeren Tarifen bezahlt werden.

Das Post-Management hatte verschiedene Ideen zur Verkürzung und Flexibilisierung von Arbeitszeiten vorgelegt, aber die Frage des Lohnausgleichs ausgeklammert. Die Friedenspflicht zum gekündigten Tarifvertrag lief zum 1. April um 0 Uhr aus.
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