Papst Franziskus wünscht sich mehr Priester vom Schlag eines Don Camillo
Filmfigur als großes Vorbild

Die Figur des Don Camillo wurde durch den französischen Schauspieler Fernandel weltbekannt. Bild: ARD Degeto
Archiv
Deutschland und die Welt
11.11.2015
158
0
Mehr Priester und Bischöfe sollten sein wie der Roman- und Film-Pfarrer Don Camillo - das findet zumindest der Papst. Ihn beeindrucke an dieser Figur, dass Volksnähe und Gebet "Hand in Hand" gingen, sagte Franziskus am Dienstag in Florenz. Die italienische Kirche habe große Heilige von Franz von Assisi bis hin zu Philipp Neri, die ihr helfen könnten, den Glauben in Demut und Freude zu leben. "Aber ich denke auch an die Einfachheit von Romanfiguren wie Don Camillo und seinen Widerpart Peppone", so Franziskus.

Don Camillo stelle sich selbst als einfacher Landpfarrer vor, der alles und jeden in seiner Pfarrei kenne und die Sorgen und Nöte seiner Gläubigen teile, erklärte Franziskus weiter. Das sei zusammen mit dem Gebet der Schlüssel für einen "volksnahen, demütigen, großzügigen, freudigen Humanismus", betonte Franziskus vor dem Fünften Nationalen Konvent der katholischen Kirche Italiens. Sein Thema war ein neuer christlicher Humanismus.

Die Geschichten des italienischen Schriftstellers Giovannino Guareschi (1908-1968) über den Dauerstreit zwischen dem schlitzohrigen Landpfarrer Don Camillo und dem kommunistischen Bürgermeister Peppone wurden durch ihre Verfilmung in den 50er und 60er Jahren weltberühmt. Auch Franziskus' Vorgänger Benedikt XVI. ist ein Don-Camillo-Fan. In seinem Buch "Licht der Welt" berichtet der heute 88-Jährige über seine Vorliebe für die Filme. Er schaue sie manchmal im Kreis der päpstlichen Familie an - die Handlung kenne er beinahe auswendig.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.