Paris-Attentäter im Freistaat registriert

Einer der Attentäter von Paris ist nach Angaben des bayerischen Innenminister Joachim Herrmann im Freistaat als Flüchtling registriert worden. "Es spricht im Moment sehr viel dafür", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur" (Mittwochsausgabe). Laut Erkenntnisstand sei einer der Terroristen, die sich vor eineinhalb Wochen vor dem Stade de France in die Luft gesprengt hatten, in Bayern als Flüchtling registriert worden. Er gehe davon aus, dass der Mann mit einem gefälschten Pass eingereist sei, sagte Herrmann.

Unterdessen deuten Erkenntnisse französischer Ermittler darauf hin, dass der Drahtzieher der Anschläge ein weiteres Attentat im Büroviertel La Défense begehen wollte. Abdelhamid Abaaoud war am Mittwoch beim Polizeieinsatz in Saint-Denis getötet worden. Er und ein Komplize hätten geplant, sich am 18. oder 19. November in La Défense in die Luft zu sprengen. Wie die Behörden zu dieser Einschätzung kommen, sagte der Pariser Staatsanwalt François Molins.

Die Polizei in Ostwestfalen gab nach einem Einsatz im Zuge der internationalen Suche nach dem Terrorverdächtigen Salah Abdeslam Entwarnung. Ein Hinweis, dass der Bruder eines der Selbstmordattentäter sich in Rahden im Kreis Minden-Lübbecke aufhalten könnte, bestätigte sich am Dienstag nicht.
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