Parkhäuser zu 50 bis 60 Prozent nicht ausgelastet
2500 Parkplätze im Angebot

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß fasste die Erkenntnisse und Ergebnisse des Runden Tisches "Interimlösung Parken in Weiden" zusammen. Abschließend gab es von allen Seiten Beifall. Die Händler in der Innenstadt sind mit dem geplanten Maßnahmenkatalog zufrieden. Bild: Wieder
Weiden. (wd) Die Kunden finden keine freien Parkplätze, klagt der Einzelhandel in der Innenstadt. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache, meint Oberbürgermeister Kurt Seggewiß: Die Parkhäuser seien zu 50 bis 60 Prozent nicht ausgelastet. Das soll besser werden.

Beim Runden Tisch zur "Interimlösung Parken in Weiden" ließ Seggewiß Zahlen sprechen. 3100 Stellplätze bietet Weiden im oder am Zentrum. Trotz der Baumaßnahmen in der Allee-Tiefgarage habe die Stadt 2500 Stellplätze im Angebot. "Keine Stadt unserer Größe bietet mehr!"

Bittere Erfahrungen

Die Sperrung der Sedanstraße erwischte den Einzelhandel in der Innenstadt kalt. Entsprechend laut sind die Klagen. Den Geschäften sollen weitere bittere Erfahrungen erspart bleiben. Deshalb lud Seggewiß am Montagnachmittag Vertreter aus dem Einzelhandel, vom Stadtmarketingverein Pro Weiden, dem Klinikum und der WGS (für die Allee-Tiefgarage sowie die Parkdecks Friedrich-Ebert-Straße und Parkdeck Naabwiesen zuständig) zum Runden Tisch. Mit einer möglichst hohen Attraktivität soll der Einzelhandel die Einschnitte, die der Bau der Stadtgalerie mit sich bringen wird, klaglos überstehen können. Niemand wolle und könne sich weitere negative Schlagzeilen leisten, betonte Seggewiß.

"Es ist immer genügend Parkraum da", versicherte er. Es gehe darum, den Kunden zum freien Parkplatz zu bringen. Dazu kündigten Pro-Weiden-Geschäftsführerin Andrea Schild-Janker und Tobias Sonna (Einzelhandelsverband) den neuen Parkplatz-Flyer an. Er wird auch in Englisch- und Tschechisch erscheinen und in Tschechien verteilt. Um die Kunden auf dem Laufenden zu halten, wird auf der Homepage der Stadt das Parkplatzangebot beschrieben und ständig aktualisiert. Seggewiß schrieb dem Parkplatzführer eine Schlüsselrolle zu, um die Kunden schnell und zielgenau zum Stellplatz zu lotsen. Die Einzelhändler selbst planen zahlreiche neue Events und Werbe-Aktionen, um für die Kunden "auch in der schweren Zeit des Baus der Stadtgalerie" attraktiv zu bleiben.

Ebenfalls auf der Agenda: Mehr Geschäfte als je zuvor sollen und wollen den Kunden die Park- oder Bustickets beim Einkauf erstatten. Das Verkehrsleitsystem, seit jeher kritisiert, werde mit einfachen Mitteln und kleinem Budget aufgefrischt.

Attraktiv bleiben

"Wir wollen nicht nochmals so eine Situation wie jetzt bei der Sperrung der Sedanstraße", betonte Tobias Sonna. Mit der Verschiebung der Testphase für die "Fußgängerzone Sedanstraße" um ein Jahr würden realistischere Ergebnisse erreicht, stimmte Sonna für den Einzelhandel dem Vorschlag des Oberbürgermeisters zu. In einem Jahr stünden die Parkplätze in der Allee-Tiefgarage (395 Stellplätze) sowie am Klinikum wieder voll zur Verfügung, während die 100 Stellplätze in der Wolframstraße sowie die 130 auf dem Winkler-Parkplatz nicht mehr nutzbar seien. Sonnas Mahnung: "Ich gehe davon aus, dass wir alles umsetzen, was wir heute beschlossen haben."
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