Pass eingezogen - Amanda Knox: Ich komme niemals nach Italien
Sollecito aufgegriffen

Deutschland und die Welt
01.02.2014
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Der zusammen mit Amanda Knox erneut wegen Mordes verurteilte Italiener Raffaele Sollecito (wir berichteten) ist am Freitag unweit der Grenze zu Slowenien und Österreich aufgegriffen worden.

Die Polizei informierte den Ex-Freund der US-Amerikanerin über das vom Gericht in Florenz verhängte Ausreiseverbot, wie italienische Medien berichteten. Sein Pass sei eingezogen worden. Sollecito war in der Nacht in einer Herberge des Ortes Venzone bei Udine angekommen, etwa 60 Kilometer von Österreich und 40 von Slowenien entfernt. Die Polizei äußerte sich nicht zu der Frage, ob sein Aufenthaltsort bereits einen Fluchtversuch bedeutete. Er habe nur einen Abstecher nach Österreich gemacht, soll der Italiener erklärt haben. Er wurde nicht verhaftet, weil das vierte Urteil in diesem Fall nicht rechtskräftig ist. Der Mann wurde zum Polizeirevier gebracht, um seinen Pass einzuziehen. Sollecito war wegen des Mordes an der Britin Meredith Kercher zu 25 Jahren Haft verurteilt worden, Knox zu 28 Jahren und sechs Monaten. Unklar ist weiter ein Mordmotiv. Spekuliert worden war über aus dem Ruder gelaufene Sexspiele. Die erneut des Mordes schuldig gesprochene US-Amerikanerin Amanda Knox will niemals freiwillig nach Italien zurückkehren. "Sie werden mich fangen und mich tretend und schreiend in ein Gefängnis zurückzerren müssen, das ich nicht verdient hätte", sagte die 26 Jahre alte Knox dem Londoner "Guardian". Die Anwälte hatten umgehend eine weitere Berufung angekündigt. Amando Knox, zur Zeit in Seattle, kann sich auf die US-Verfassung berufen, wonach niemand wegen desselben Verbrechens mehrfach vor Gericht gestellt werden darf.
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