Passauer Bischof Oster besucht Flüchtlingszelt und trifft CSU-Generalsekretär
Flüchtlingshilfe als Christenpflicht

Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Bild: dpa
Der Passauer Bischof Stefan Oster hat am Freitagabend Flüchtlinge in einem Wartezelt am Grenzübergang Hanging bei Wegscheid besucht. Dabei sei er schnell von Flüchtlingen umringt worden, die immer wieder Handyfotos mit ihm zusammen hätten machen wollen, berichtet die "Passauer Neue Presse" (Wochenende).

Auf seiner Facebookseite informierte Oster am Samstag über eine Zusammenkunft mit CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer, der in Passau wohnt. Beherrschendes Thema des "Kennenlerngesprächs" sei die angespannte Situation der Flüchtlinge vor allem in Passau gewesen.

Dabei hätten beide darin übereingestimmt, dass die Politik Polizei, Behörden und ehrenamtliche Helfer aus einem andauernden "Überforderungsmodus" befreien müsse.

Limit des Leistbaren

Bei mehreren offiziellen und inoffiziellen Besuchen in Flüchtlingsunterkünften habe sich der Bischof davon überzeugen können, dass Einsatzkräfte und Helfer in manchen Grenzregionen bereits vor Wochen am Limit des Leistbaren angekommen seien, heißt es in dem Facebookeintrag.

Oster bezeichnete die Hilfe für Flüchtlings als Christenpflicht. Zugleich wies er darauf hin, dass Christen auch die Ängste und Nöte der Menschen ernstnehmen und für die Werte ihres Glaubens sowie der Demokratie einstehen müssten.

Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise sei ein Dialog auf allen Ebenen erforderlich, zwischen Helfern und Flüchtlingen, zwischen Ängstlichen und Zuversichtlichen und auch zwischen den verschiedenen Religionen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.