Pegel sinken, Flüsse heizen sich auf
Hintergrund

Amberg/Weiden. (cf) Der jüngste Lagebericht der Wasserwirtschaft weist nördlich der Donau "sehr niedrige Grundwasserstände und sehr niedrige Abflüsse bei den Fließgewässern" auf. Fast alle Pegel an den Flüssen in der Oberpfalz melden "sehr niedrige" Wasserstände . Auch die Seepegel "gehen langsam, aber kontinuierlich zurück". Der Liebensteinspeicher im Landkreis Tirschenreuth hat mit lediglich noch 64 Prozent des Speicherinhalts den niedrigsten Wasserstand unter allen staatlichen Wasserspeichern in Bayern - neben dem Brombachsee in Mittelfranken.

Auch die Wassertemperatur in den Oberpfälzer Flüssen zeigt eine "steile Tendenz nach oben", selbst in beschatteten Bereichen. So meldet der Pegel an der Fichtelnaab bei Erbendorf fast 21 Grad, bei Windischeschenbach an der Waldnaab 21,7 Grad, die Haidenaab bei Wildenau 23,2 Grad, die Vils in Amberg 20,8 Grad und sogar der Zottbach tief im Oberpfälzer Grenzkamm hat sich bei Lohma (östlicher Kreis Neustadt/WN)) auf 20,7 Grad aufgeheizt.

"Noch geringer" als im "ausgeprägten Trockenjahr" 2003 ist nach den Beobachtungen des Wasserwirtschaftsamts (WWA) Weiden in diesem Sommer das "Dargebot" (Vorkommen) von Trinkwasser in der Region. "Doch die Versorgungssicherheit ist durch die tiefere Bohrung der Brunnen und die kommunalen Zusammenschlüsse in der jüngeren Vergangenheit heute höher", erklärt WWA-Leiter Mathias Rosenmüller. Die Zeiten, als vor allem kleinere Orte Tankwagen versorgt werden mussten, gehörten der Vergangenheit an.
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