Pferde bevölkern Fußballplatz

Die Nutzung des verwaisten Fußballplatzes durch einen Pferdehalter ist den Michldorfern ein Dorn im Auge. Bild: fz

15 Jahre lang wurde auf dem Fußballplatz am alten Hegner-Steinbruch in Michldorf nicht mehr auf Tore geschossen. Niemand kümmerte sich um das verwucherte Areal. Nun hat die Marktgemeinde das Areal an einen Pferdehalter vermietet - einige Michldorfer sind aber dagegen.

In der ersten bereichsbezogen Bürgerversammlung der Marktgemeinde Leuchtenberg in Michldorf bombardierten viele Bürgermeister Anton Kappl mit Fragen und auch Beschwerden. Vorher hatte der Gemeindechef die Abschlusszahlen des Haushaltsjahres wie in Leuchtenberg (wir berichteten) präsentiert und auch die "Großbaustellen" Baugebiet "Pfarrhäusl", Gewerbegebiet Wieselrieth und Breitband angesprochen.

Günther Ott sprach das Thema Fußballplatz an. Dieser war bei der Renaturierung des Steinbruchs angelegt und den Michldorfern zur Verfügung gestellt worden. Nun habe die Gemeinde das Areal an einen Pferdehalter verpachtet, ohne dass es die Michldorfer vorher erfahren haben. Durch die intensive Nutzung des Pferdehalters werde dort nie mehr Fußball gespielt. "Das war vorher schon keiner mehr", sagte der Bürgermeister. Seit mehr als 15 Jahren sei hier bestimmt kein Ball mehr gerollt. Es gebe ja auch keinen Verein. Niemand habe sich für den Platz interessiert. Er sei schier verkommen.

Brücken haben Vorrang

Bernd Punzmann fragte, wie es denn mit der gaststättenrechtlichen Erlaubnis bei Veranstaltungen aussieht. "Wir sind dabei, die Gebühren zu überprüfen und auf den Mindeststand zu senken", versprach der Bürgermeister. Bei der Verbesserung der Infrastruktur im Bereich Michldorf hätten die beiden gesperrten Brücken bei der Burgmühle Vorrang. Für Lückenrieth gebe es bei der Wasserversorgung Handlungsbedarf, da das Leitungsnetz sehr alt sei. Als Kleinmaßnahme wird das Bushäuschen in Michldorf hergerichtet.

Bezüglich Breitband sehe es in Michldorf so aus, dass eine Hälfte bereits schnelles Internet habe. Nun wird bei der Gesamtmaßnahme (wir berichteten) auch die andere Hälfte erschlossen. Voll erschlossen wird auch Lückenrieth. Für Burgmühle, Schmelzmühle, Kleinpoppenhof werde man eine zweite Phase anstreben, da bei der Fördersumme noch Luft ist. Franz Kindl wollte wissen, ob es in Michldorf wieder ein Wahllokal geben wird. Das habe er vor, sagte Kappl. Weiter plädierte Kindl für die Verlegung der Abfallcontainer von der Siedlung zur Kläranlage. "Das könnte man machen", entgegnete der Bürgermeister. Dann werde der Platz in der Siedlung frei und die Gemeinde hätte einen erschlossenen Bauplatz. Der Platz sollte nicht bebaut werden, forderte Paul Rothballer, sonder als Parkplatz bei Beerdigungen genutzt werden.

Es tauchte auch die Frag nach einem Baugebiet in Michldorf auf. Der Bürgermeister erklärte, dass die Gemeinde hier keinen Grund habe und schon in Leuchtenberg eines ausgewiesen habe. In Michldorf gebe es allerdings noch etliche unbebaute Grundstücke. Die Kleinpoppenhofer Kläranlage war ein weiteres Thema. Vor der Verlängerung der Abwasserrechtlichen Erlaubnis werde man noch einmal über den Weiterbetrieb sprechen, antwortete Kappl. Abwassergebühren von 15,46 Euro sollten nicht bleiben.

Ortssprecher für Michldorf

Ott forderte einen Ortssprecher für Michldorf. Mit Dominik Adam sei das ehemalige Gemeindegebiet Michldorf im Gemeinderat präsent, stellte der Bürgermeister fest. Ott monierte, dass er im vergangenen Jahr keinen Gemeindearbeiter in Kleinpoppenhof gesehen habe.
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