Pilot Ryan wollte in Nürnberg notlanden
Hintergrund

Engelmannsreuth. (jrh) "Ich hatte eigentlich vor, am Flughafen Nürnberg notzulanden. Aber ich habe gemerkt, dass ich es dort nicht mehr hinschaffe", schilderte Ryan, der 27-jährige Pilot, dem "Nordbayerischen Kurier" die Sekunden vor dem Absturz. Er konnte sich mit einem Schleudersitz retten, die Maschine krachte in ein Waldstück.

Am Dienstagabend wurden noch die beiden Reservetanks gefunden, die sich an Bord befunden hatten und die der Pilot noch kurz vorher abgeworfen hatte. Einer war nach Behördenangaben noch intakt, einer beschädigt. Bisher wurde angenommen, der Pilot habe die Tanks und die Übungsmunition abgeworfen, um eine Explosion zu verhindern. Im Interview erklärt er jedoch: "Ich habe das gemacht, weil ich in der Hoffnung war, dass ich das Flugzeug wieder hoch bekomme, wenn ich nur genügend Ballast abwerfe." Da er eine ausgefallene Turbine nicht wieder zum Laufen gebracht habe, sei ihm nur der Schleudersitz geblieben.

Vier Rauchbomben weiter gesucht

Bayreuth. (dpa) Der Absturz des US-Kampf-Jets in der Oberpfalz ist für die Hilfskräfte aus dem Landkreis Bayreuth beendet. Die Sicherung und Bewachung obliegt der Bundeswehr. "Wir haben daraufhin Personal und Material weiter ausgedünnt", sagt Landrat Hermann Hübner. "Gegen 20 Uhr verließen die letzten Helfer die Schadensstelle."

Noch am Nachmittag waren insgesamt 484 Kräfte im Einsatz, darunter 235 seitens der Feuerwehr, 126 von Seiten des BRK und sechs vom Malteser Hilfsdienst. 42 Kräfte der Polizei, 12 Bundeswehrsoldaten und 33 Mitglieder des technischen Hilfswerkes waren genauso vor Ort gewesen wie 30 amerikanische Soldaten. Zwei der sechs abgeworfenen Übungs-Rauchbomben konnten an der Absturzstelle gefunden werden. Der Verbleib der restlichen vier ist bis dato ungeklärt.
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