Pilotprojekt an der OTH - "Potenzial stärker nutzen"
Sprache der Migranten fördern

(sbü) Es ist ein schwieriges Thema und es dürfte dazu viele Meinungen geben: Menschen mit Migrationshintergrund beherrschen fast alle die Sprache des Landes, aus dem sie oder ihre Eltern abstammen. Manchmal mehr, manchmal weniger gut. An der OTH in Weiden wurde dieses Thema in einem Workshop aufgegriffen und gefragt: Sollen an Hochschulen Schulungsmöglichkeiten in der Herkunftssprache von Menschen mit Migrationshintergrund angeboten werden?

Das Sprachenzentrum an der OTH und ihre Leiterinnen Ladislava Holubová und Marian Mure hatten Dozenten aus ganz Deutschland eingeladen. Dr. Astrid Reich, kommissarische Leiterin des Sprachenzentrums an der Universität Bochum, hielt das Grundsatzreferat. Reich plädiert für Qualifizierungsmaßnahmen in Herkunftssprachen, weil dies am internationalisierten Akademikerarbeitsmarkt viele Vorteile bringen könne. "Dieses Potenzial muss stärker genutzt werden" sagte die Referentin.

Die wissenschaftliche Leiterin des Sprachenzentrums, Holubová, stellte das Pilotprojekt "Herkunftssprachen" an der OTH vor. Dabei könnten Studenten des Studienfaches "Internationales Technologiemanagement" mit Russisch-Kenntnissen zum Beispiel das Zertifikat "UNIcert III Russisch (C1)" erwerben.
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