Pokalfinale: SpVgg SV Weiden vor dem Spiel des Jahres
Weiden will die Chance nutzen

Die SpVgg SV Weiden will heute im bayerischen Pokalfinale dem Favoriten SpVgg Unterhaching einen großen Kampf liefern - und am Ende den Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde bejubeln. Bild: A. Schwarzmeier
Weiden. (lst) Für die SpVgg SV Weiden ist es das Spiel des Jahres: Mit einem Sieg im bayerischen Verbandspokalfinale könnte sich der Bayernligist für die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde qualifizieren. Favorisiert ist jedoch Drittligist SpVgg Unterhaching.

Es ist angerichtet für einen großen Fußballabend. "Wir freuen uns auf das Spiel", sagt der Weidener Trainer Christian Stadler vor dem Pokalendspiel am Mittwoch um 19 Uhr im Sparda-Bank-Stadion gegen die Oberbayern. "Für uns ist das der Höhepunkt einer unterm Strich erfolgreichen Saison, der nun noch das Tüpfelchen auf dem i aufgesetzt werden könnte. Meine Jungs wollen diese für viele einmalige Chance nutzen", so der Weidener Coach.

DFB-Pokal lockt

Für beide Teams geht es am Mittwochabend neben einer Siegprämie in Höhe von 5000 Euro auch um den lukrativen Startplatz in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde. Der bayerische Pokalsieger kann dort auf einen echten Knüller gegen einen Bundesligisten hoffen und sich zugleich über circa 140 000 Euro Fernsehgeld freuen, die jedem Teilnehmer zustehen. Zuletzt gelang dies den Weidenern 2009, als Borussia Dortmund am Wasserwerk aufkreuzte.

Nicht zuletzt auch durch die Mehrbelastung im Toto-Pokal bedingt, verpasste es die Stadler-Elf in den letzten Wochen in der Bayernliga trotz der Herbstmeisterschaft ein gewichtiges Wörtchen um den Regionalliga-Aufstieg mitzureden. Die personell breiter aufgestellten SV Viktoria Aschaffenburg und FC Amberg machten die Meisterschaft und den Aufstiegsrelegationsplatz unter sich aus, während die SpVgg SV dennoch mit einem hervorragenden einstelligen Tabellenrang mehr als zufrieden sein kann.

Dass es mit der Regionalliga nicht geklappt hat, ärgert den erfolgsorientierten Trainer zwar, ist für ihn aber "kein Beinbruch". Entschädigen soll dafür nun der Pokalsieg. Wobei dem Weidener Coach klar ist, dass mit der SpVgg Unterhaching ein Gegner kommt, dem eindeutig die Favoritenrolle zufällt. "Aber die hatten ja Seligenporten, Bamberg, Jahn Regensburg und Würzburg auch inne. Was meine Mannschaft im Pokal leisten kann, hat sie mehrmals eindrucksvoll unter Beweis gestellt", meint Stadler.

Er weiß jedoch, dass die in der 3. Liga abstiegsbedrohten und finanziell angeschlagenen Hachinger um Trainer Claus Schromm das Pokalfinale keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen werden. Ganz im Gegenteil. Die Tatsache, dass der Namensvetter vor dem entscheidenden Spiel am Samstag bei Rot-Weiß Erfurt Mitte der Woche im Pokal in Weiden ran muss, sieht Stadler nicht als Nachteil an. Unterhaching habe fast ausnahmslos Profis in seinen Reihen, die diesen Rhythmus gewohnt seien: "Die werden Vollgas geben."

Schromm warnt

Das unterstreicht auch die Aussage des Hachinger Coaches: "Wir wollen den Pott holen - ohne Wenn und Aber. Dass wir Drittligist sind und Weiden Bayernligist, wird keine Rolle spielen. Der Heimvorteil wird den Klassenunterschied kompensieren. Wir wissen, dass Weiden in dieser Pokalsaison bereits mehrere höherklassige Teams aus dem Wettbewerb geworfen hat", warnt Schromm seine Akteure vor dem Gastspiel in der Oberpfalz.

Stadler kann personell etwas Entwarnung geben: Stefan Graf ist von seiner Bänderverletzung genesen. Der Einsatz der angeschlagenen Johannes Scherm und Thomas Schneider entscheidet sich kurz vor Spielbeginn. Definitiv ausfallen werden Rafael Wodniok und Martin Schuster.
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