Politik pocht auf Elektrifizierung

Die Verkehrspolitiker im Landtag haben noch einmal Druck bezüglich der Elektrifizierung der Bahnstrecken in Ostbayern gemacht. SPD und CSU haben insgesamt drei Anträge mit Blick auf die Strecken Marktredwitz-Weiden-Regensburg, Nürnberg-Amberg-Schwandorf-Furth im Wald sowie Nürnberg-Marktredwitz-Hof eingebracht.

"Wir brauchen endlich optimierte Schienenverbindungen in Richtung Prag", betonte die SPD-Abgeordnete Annette Karl vor dem Hintergrund des immer enger zusammenrückenden Wirtschaftsraums Bayern-Böhmen. Harald Schwartz (CSU) erklärte, der Ausbau sei sowohl für Verbindung über Marktredwitz als auch für die über Schwandorf erforderlich: "Wir brauchen beide Optionen."

Neue Hoffnung auf eine näher rückende Realisierung der Projekte gibt den Abgeordneten die Aufnahme der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger in das Programm der transeuropäischen Netze. Für deren Ausbau hat die EU hohe Fördersätze in Aussicht gestellt, was im Bundeshaushalt Mittel für die anderen Strecken frei machen könnte.

Der Grüne Markus Ganserer verlangte ein Umdenken in der Verkehrspolitik. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs vor 25 Jahren sei in den Grenzregionen ein "breiter Asphaltteppich ausgerollt" worden, auf den Schienen habe es dagegen kaum nennenswerte Verbesserungen gegeben. Der Investitionsschwerpunkt müsse endlich auf die Schiene verlagert werden.
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