Politikwissenschaftlerin: Dauerhafte Etablierung einer rechten Partei möglich
Großes Wählerpotenzial

Das Erstarken einer rechten Partei in Deutschland ist möglich, meint die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch. "Etwa 15 Prozent - manche sagen 20 Prozent - der Bürger haben ein relativ rechtslastiges oder sogar geschlossen rechtes Weltbild", sagte die Direktorin der Tutzinger Akademie für Politische Bildung. Sorgen machen müssten sich nicht nur CDU und CSU, sondern alle Parteien. Voraussetzung für eine dauerhafte Etablierung wäre nach Münchs Einschätzung, dass die AfD ihre Richtungskämpfe beilegt. "Das Potenzial für eine Partei im rechten Lager war immer schon da", sagte Münch. Die AfD habe bislang dort Erfolge gehabt, wo die Wahlbeteiligung niedrig war und die anderen Parteien Schwierigkeiten mit der Mobilisierung hatten. "Ich halte die AfD für etwas aussichtsreicher als die Piraten." Die AfD habe aber das gleiche Problem wie alle anderen Parteien: die Mobilisierung. "Heilserwartungen können von diesen neuen Parteien nicht erfüllt werden, denn auch die müssen sich auf Positionen einigen, Führungspersonal wählen und haben Richtungsstreitigkeiten". Stark könnte die AfD nur sein, wenn sie es schaffe, den eurokritischen und den rechten Flügel zu vereinen.
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