Polizei gibt Hintergründe zum Angriff auf Lebensgefährten bekannt
Messerattacke aus Angst

Der Tatort in Maxhütte-Haidhof. Bild: Hösamer
Maxhütte-Haidhof. Wie wir berichteten, kam es in der Nacht zum Montag, 9. Februar, zu einer schweren Auseinandersetzung zwischen einer 24-Jährigen und ihrem 26-jährigen Lebensgefährten, die mit lebensgefährlichen Stichverletzungen des Mannes und der Festnahme der Frau endete. In deren Verlauf habe die Frau ihrem Partner eine Stichverletzung zugefügt und anschließend die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz verständigt.

Während sich die 24-Jährige widerstandslos festnehmen ließ, wurde ihr Lebensgefährte mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Regensburger Krankenhaus gebracht. Bereits im Vorfeld sei es zwischen dem Paar immer wieder zu Streitigkeiten gekommen.

Gegen die Frau wurde zunächst wegen versuchten Totschlags ermittelt. Nun wurden jedoch, wie die Polizeiinspektion Oberpfalz heute mitteilt, neue Details zur Tat bekannt. Laut Aussage der 24-Jährigen habe sie das etwa 25 Zentimeter lange Messer zu ihrem Schutz an sich genommen. Aus Angst habe sich die Frau anschließend ins Wohnzimmer zurückgezogen. Ihr Lebensgefährte folgte ihr. Es kam im Flur zu der lebensgefährlichen Stichverletzung kam. Laut Auskunft des Polizeipräsidiums liege nach jetziger Bewertung darin das Motiv der Tat.

Nachdem sich bei dem mutmaßlichen Opfer der Gesundheitszustand stabilisiert hatte, befragten auch ihn Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Amberg am Freitag zu der Tat. Dabei bagatellisierte der den lebensbedrohlichen Angriff.

Am Nachmittag desselben Tages, 10. Februar, beantragte die Staatsanwaltschaft Amberg die Vorführung der 24-Jährigen am Amtsgericht Regensburg. Der Tatvorwurf lautet nun "Verdacht der gefährlichen Körperverletzung".

Der Richter erließ Haftbefehl, der gegen Auflagen außer Kraft gesetzt wurde. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Kripo Amberg dauern weiter an.
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