Polizei prüft Hinweise auf Misshandlung von Flüchtlingen in Münchener Unterkunft
Anzeigen gegen Wachleute

(dpa/epd) Die Kriminalpolizei überprüft Misshandlungsvorwürfe von Flüchtlingen gegen Wachleute in der Münchener Bayernkaserne. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des Bayerischen Rundfunks. "Es gibt insgesamt vier Anzeigen wegen Körperverletzung gegen dort eingesetzte Sicherheitsleute", sagte sie. Laut der Sprecherin gab es sowohl in der vergangenen Woche als auch am Mittwoch einen Polizeieinsatz in der Kaserne, nachdem dort untergebrachte Asylbewerber Vorwürfe gegen den Sicherheitsdienst erhoben hatten. Der BR zitierte einen Palästinenser, nach dessen Worten Wachleute am Boden schlafende Flüchtlinge getreten haben sollen. Eine Anzeige liege seit vergangener Woche vor, drei weitere gingen auf die "eigeninitiative Überprüfung" durch die Polizei zurück, sagte die Sprecherin.

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben angesichts der steigenden Zahl von Flüchtlingen mehr Engagement des Bundes gefordert. "Es kann nicht sein, dass die Länder und Kommunen diese Last alleine tragen", sagte Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag vor Beginn der Ministerpräsidentenkonferenz in Potsdam. Unterdessen soll in Regensburg eine vorläufige Erstaufnahmeeinrichtung entstehen. Dort sollen 200 bis 250 Flüchtlinge und Asylbewerber Platz finden, sagte eine Sprecherin der Regierung der Oberpfalz am Donnerstag. Im Regierungsbezirk leben den Angaben nach derzeit mehr als 3000 Asylbewerber.
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