Polizist tötet Schwarzen: Mordanklage

Ein weißer US-Polizist wird des Mordes angeklagt, weil er bei einer Verkehrskontrolle einen Afroamerikaner erschossen hatte. Wie die Staatsanwaltschaft in Cincinnati (Ohio) erklärte, habe der Polizist der Universität von Cincinnati völlig grundlos zur Waffe gegriffen und dem 43-Jährigen in den Kopf geschossen. Der Vorfall ist der letzte in einer Serie von Übergriffen weißer Polizisten auf Schwarze, die die USA seit Monaten erschüttern.

"Sie glauben nicht, wie schnell er seine Waffe zog und ihm in den Kopf schoss", sagte Staatsanwalt Joseph Deters mit Blick auf Videos aus der Körperkamera des Universitätspolizisten. Viele US-Universitäten verfügen über eigene Polizeibeamte. US-Medien stellten allerdings die Frage, ob diese Beamte Waffen tragen sollen. Der Polizist habe den Mann am 19. Juli in Cincinnati angehalten, weil an seinem Auto vorne das Nummernschild fehlte. Er habe ihn verfolgt, gestellt und nach dem Führerschein gefragt. Deters: "Man muss ihm deswegen ja nicht gleich in den Kopf schießen, aber genau das ist passiert."
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