Praxisgebühr wird abgeschafft

Praxisgebühr wird abgeschafft Patienten in Tschechien müssen nach einem Beschluss des Abgeordnetenhauses in Prag künftig keine Praxisgebühr mehr bezahlen. Dafür stimmten am Freitag 113 von 153 anwesenden Abgeordneten. 31 Parlamentarier votierten dagegen. Das Gesetz muss noch den Senat passieren, dessen Zustimmung als sicher gilt. Die Gebühr von 30 Kronen (1,10 Euro) war Anfang 2008 im Zuge der Gesundheitsreform eingeführt worden. Erhalten bleibt nur eine Gebühr für den Notdienst. Zahlungen aus der Staa
Patienten in Tschechien müssen nach einem Beschluss des Abgeordnetenhauses in Prag künftig keine Praxisgebühr mehr bezahlen. Dafür stimmten am Freitag 113 von 153 anwesenden Abgeordneten. 31 Parlamentarier votierten dagegen. Das Gesetz muss noch den Senat passieren, dessen Zustimmung als sicher gilt. Die Gebühr von 30 Kronen (1,10 Euro) war Anfang 2008 im Zuge der Gesundheitsreform eingeführt worden. Erhalten bleibt nur eine Gebühr für den Notdienst. Zahlungen aus der Staatskasse sollen den erwarteten Einnahmeausfall von rund 118 Millionen Euro im nächsten Jahr ausgleichen. Der sozialdemokratische Regierungschef Bohuslav Sobotka erfüllt damit ein Wahlkampfversprechen. (dpa)

Millionenschäden durch Waldbesucher

Die Disziplinlosigkeiten der Pilzsammler fügen den Wäldern in Tschechien jährlich Schäden in mehrfacher Millionenhöhe zu. Viele Autofahrer parken falsch und blockieren damit die Zufahrtswege für die Nutzfahrzeuge der Forstwirtschaft, andere Menschen wiederum hinterlassen ihre Abfälle im Wald, beschädigen die Einzäunung junger Bäume oder verjagen das Wild. Das gaben Mitarbeiter des staatlichen Forstunternehmens Lesy CR am Freitag auf einer Pressekonferenz in Prag bekannt.

Pilzsammler verhalten sich oft nicht richtig. Bild: Schaller
Die Tschechen sind ein Volk der leidenschaftlichen Pilzsammler. Jeder Tscheche ging 2013 im Schnitt 26 Mal in den Wald. Laut dem Jahresbericht über den Waldbestand und den Stand der Forstwirtschaft in Tschechien haben sie 2013 die Rekordmenge von 33 000 Tonnen Pilzen in den Wäldern gesammelt, ein Pilzertrag in Höhe von 5,4 Milliarden Kronen (knapp 200 Millionen Euro).

Verdächtiger Brief im Ministerium

In der Poststelle des tschechischen Außenministeriums ist ein verdächtiger Brief mit einem weißen Pulver abgefangen worden. Das bestätigte der Innenminister des EU-Mitgliedstaats, Milan Chovanec , am Freitag dem Nachrichtensender CT24. Ein ähnlicher Umschlag war bereits zuvor im Präsidialamt in Prag eingegangen, erwies sich aber nach ersten Abklärungen als ungefährlich. Nach Aussage von Präsident Milos Zeman trug das Schreiben den Namen der Terrormiliz Islamischer Staat und richtete sich gegen tschechische Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak. Zeman erklärte, er gehe vom Werk eines Verrückten aus. Chovanec sprach von einem "plumpen Scherz". Die Briefe wurden offenbar in Tschechien abgeschickt. (dpa)

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