Private Autobahn

Der bayerische Teil der Autobahn München-Stuttgart ist in den vergangenen Jahren von Privatunternehmen nicht nur gebaut worden. Die Bauunternehmen werden die Fernstraße auch für mehrere Jahrzehnte instand halten und sich um den Winterdienst kümmern. Der Staat beteiligt bei diesen ÖPP-Projekten (Öffentlich-Private Partnerschaft) die Betreiber an der Lkw-Maut. So wird auch die 660 Millionen Euro teure A8 von der Landeshauptstadt bis zur Landesgrenze bei Ulm finanziert. Ein solcher privater Autobahnbau soll in Zeiten knapper öffentlicher Kassen schneller verfügbar sein. Kritiker glauben aber, dass es letztlich den Staat noch teurer kommt als ein eigenverantwortlicher Bau.

Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde als ÖPP-Autobahn zunächst die Strecke von München nach Augsburg errichtet. Die Autobahnplus A8 GmbH übernahm 2007 die Fernstraße für 30 Jahre. 37 von 52 Kilometern wurden dann dreispurig ausgebaut, der Rest war zuvor schon modernisiert worden. Ende 2010 war dieser Autobahnteil komplett fertig. Wenige Monate später übernahm dann das Unternehmen Pansuevia die 58 Kilometer lange Strecke von Augsburg nach Ulm. Dort wurden seitdem 41 Kilometer Autobahn ausgebaut. (dpa)
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