Professor Dr. Alfred Hierold findet Worte der Hoffnung
Ostern in Trauer

In der Osternacht in Tröbes und im Festgottesdienst am Ostersonntag in Moosbach stellte Professor Dr. Alfred E. Hierold die Frage, wie wohl in Haltern am See nach dem schrecklichen Flugzeugabsturz, bei dem 16 junge Menschenleben ausgelöscht wurden, das Osterfest gefeiert werde. Den Menschen dort werde es sehr, sehr schwer fallen. Warum musste das geschehen? Psychiater und Fachleute würden nach Erklärungen suchen. Es gebe viele Antworten, aber es bleibe nur das Schweigen. Worte sind da zu viel, tröstete der Geistliche.

Zum Festgottesdienst zog Hierold mit Pfarrer Josef Most und Diakon Herbert Sturm sowie mit den vielen Ministranten in die Pfarrkirche St. Peter und Paul ein. Erzürnt berichtete der Professor über eine Notiz in der Presse, den Karfreitag abzuschaffen, damit die jungen Leute in die Discothek gehen können: "Haben wir sonst keine Probleme, wenn anderswo, wie an einer Universität in Kenia 150 Studenten erschossen werden?"

Als gläubige Christen würden wir uns fragen, warum Gott da nicht eingreife. "Gott warum schweigst Du?", heißt es in einem Klagelied. Aber in der tiefsten Not komme Hoffnung auf und die münde in die Auferstehung. Das merkten auch die Frauen am Grab Jesu, als sie verstanden haben, dass Jesus auferstanden ist und lebt. Der Geistliche wies darauf hin, dass unsere Verstorbenen deshalb nicht verloren seien. Sie hatten die Hoffnung bis in den Tod. Und das müssen wir Gläubigen mitnehmen in unser Leben, für den Alltag und die schweren Stunden. Der Kirchenchor brillierte mit der Missa brevis in G von Wolfgang Amadeus Mozart unter Leitung von Karl Beugler.
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