Projektleiter stellt Rahmenplanung für Gewerbegebiet West IV vor
Ökologisch, wirtschaftlich, modern

Die Haupterschließung für das neue Gewerbegebiet West IV erfolgt über einen Verkehrsknoten gegenüber den bisherigen Gewerbegebieten. Grafik: GBi
Weiden. (vok) Beim Treffen der Lenkungs- und Projektgruppe West IV am Donnerstagabend im Neuen Rathaus erinnerte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß noch einmal an den Bürgerentscheid, der zu einem Meilenstein für das Projekt geworden sei. Auf einen weiteren Erfolg wies Stadtkämmerin Cornelia hin. Danach habe der Landtag eine Petition, den Bereich zum Bannwald zu erklären,mit großer Mehrheit zurückgewiesen.

Eine "Top Area"

Die Rahmenplanung stellten Projektleiter Reinhard Brodrecht und sein Mitarbeiter Matthias Rühl von der GBi (Gesellschaft beratender Ingenieure für Bau und EDV) aus Herzogenaurach vor. Der Anspruch bei dem Projekt sei, modern, wirtschaftlich und vor allem ökologischer zu sein als andere Gewerbegebiete. Brodrecht sprach von einer "Top Area" für die Menschen und für die Natur. Artenschutz, Lärm, Verkehr, Hochwasser, die Auswirkungen auf die Nachbarschaft: Alles habe man im Blick. Der Diplomingenieur kündigte zum Beispiel an, dass der Naturraum in nördlicher Richtung zur Schweinenaab hin zu einem wertvollen Mischwald umgebaut werden soll. "Das ist bundesweit einmalig." Auf lärmempfindliche Vogelarten werde man auch Rücksicht nehmen. Zum Hochwasserschutz: Hier sind keine kostspieligen Zementbecken geplant, sondern natürliche Lösungen in Form von Mulden. "Das verbessert sogar das Mikroklima."

An der Haupterschließungsstraße gegenüber den schon bestehenden Gewerbegebieten I bis III ist ein Welcome-Center vorgesehen. Dort ist Platz für Tagungen und Schulungen, für Information, Gastronomie und wohl auch für Kindertagesstätten. Immerhin sollen auf dem rund 70 Hektar großen Gebiet bis zu 3500 Menschen arbeiten.

Modularer Aufbau

Schließlich verwies Brodrecht noch auf den modularen Aufbau. Fünf Flächen werden in ost-westlicher Richtung nach und nach erschlossen und vermarktet. Ganz im Westen ist eine Notanbindung an die B 470 geplant.

Derzeit werden die Fachgutachten für Ökologie, Lärm, Verkehr und Hochwasser erstellt. Am 22. April soll der Rahmenplan dann im Bauausschuss beraten werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.