Promistimmen zum Abschied von «Wetten, dass..?»
«Alles hat seine Zeit»

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«Wetten, dass..?» nähert sich dem Ende. Eine Vielzahl prominenter Wegbegleiter trauert nicht einmal. Einige sagen: Jetzt ist es an der Zeit, mal etwas Neues zu wagen. Hier ein paar Stimmen.

Moderator Günther Jauch (58): «"Wetten, dass..?" hat über viele Jahre von der Oma bis zum Enkel die ganze Familie vor dem Fernseher versammelt und über die Sendung wurde am nächsten Tag fast überall geredet. Das bleibt ein großes Verdienst – heute schaffen diesen Lagerfeuereffekt oft nur noch große Sportereignisse.»


Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (40): «Ich finde das Ende der Sendung schade, weil mich die Show an meine Kindheit erinnert. Alle haben sich in den Sessel gesetzt und zusammen "Wetten, dass..?" geschaut.»

Schauspieler Wolfgang Stumph (68): «Alles hat seine Zeit - und mit der Zeit sollte man gehen.»

Moderatorin Désirée Nosbusch (49): «Das "Wetten, dass..?"-Ende hat für mich eine Bedeutung, weil ich in der Planung bin für eine neue Sendung für das Deutsche Fernsehen, die damit indirekt zusammenhängt. Mehr kann ich jetzt noch nicht sagen. Aber ansonsten geht halt eine Ära zu Ende; aber ich finde, man muss auch Dinge mal in Würde sterben lassen. Für jede Idee, die stirbt, gibt es eine neue.»

Entertainer Thomas Gottschalk (64): «Mit dem ZDF habe ich vereinbart dass ich mich zum Ende von "Wetten, dass..?" nicht äußere und finde eine Beerdigung im kleinen Kreis auch angemessener als ein Staatsbegräbnis.»

«Glücksrad»-Fee Maren Gilzer (54): «"Wetten, dass..?" ist eine Sendung, die sich lange gehalten hat, wenn man bedenkt, wie schnelllebig andere Dinge sind. Aber sie hat sich ein wenig überlebt und es wird hoffentlich schöne neue Shows geben, die den Platz einnehmen werden.»

Schauspieler Ralf Moeller (55): «Es ist gut, dass die Qual ein Ende hat. Es ist schade. Man hätte es vielleicht noch mal mit einem anderen ausprobieren sollen. Einfach nur mal einen lockeren Typ, der es kann. Markus ist gut, aber er ist halt ein Roboter. Das ist nicht schlimm, das ist für Journalismus gut. Aber uns fehlt eben ein Entertainer, ein Harald Juhnke oder ein Thomas Gottschalk, und den gibt es halt nicht.»

Volksmusiksänger Heino (75): «Es ist immer leicht, zu sagen, es liegt am Moderator. Es liegt nicht am Moderator, es liegt am ganzen Konzept. Die Sendung ist für mich anderthalb Stunden zu lang. Der Zuschauer will einfach nicht mehr so lange vorm Fernseher sitzen. Für mich ist Markus Lanz ein guter Moderator, der das hervorragend gemacht hat. Aber die Interpreten und die Wetten waren vielleicht nicht mehr so gut. Es ist eine tolle Sendung und ich weiß genau: Wenn man sie überdenkt, kürzer und wuchtiger macht, dann hätte sie eine Chance.»