Proteste gegen ersten Aufmarsch eines Pegida-Ablegers in Nürnberg
Gegenwind für Nügida

Mit Plakaten mit der Aufschrift "Nürnberg hält zusammen" demonstrierten am Montagabend Hunderte gegen den Aufmarsch von Anhängern eines Pegida-Ablegers in Nürnberg. Die Nürnberger wollen den Rechten keinen Raum lassen. Bild: dpa
Während in Dresden die islamkritische Pegida-Bewegung längst auf dem Rückzug ist, haben am Montagabend in Nürnberg erstmals Anhänger des Pegida-Ablegers Nügida demonstriert. Ihnen stellten sich jedoch gleich vier Organisationen entgegen, die zum Protest aufgerufen hatten. Insgesamt nahmen an den Gegendemonstrationen nach Schätzungen rund 1500 Menschen teil, während Nügida lediglich 150 Leute auf die Straße brachte. Aus den Reihen der Gegendemonstranten wurden vereinzelt Eier und Flaschen auf die Nügida-Leute geworfen. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot die Gruppen auf Distanz hielt, sprach von zwei Festnahmen.

Unter den Nügida-Leuten sind laut Stadt mehrere Figuren aus der rechten Szene. Michael Helmbrecht von der Allianz gegen Rechtsextremismus sagte: "Diese Kreuzritter sind zumeist Hakenkreuzritter." Auf der Kundgebung gegen Rechts sprachen vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge unter anderem Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und Behörden-Chef Manfred Schmidt.
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