Pylone als Kopfschmuck
Aus der Region

Wunsiedel. (nt/az) Die Polizei schreibt in ihrem Bericht süffisant von einem "Trendsetter", der allerdings keinen neuen modischen Trend ausgelöst haben dürfte. Ein 17-Jähriger aus Thiersheim (Kreis Wunsiedel) hat nach Angaben der Beamten in der Nacht auf Sonntag eine Pylone zweckentfremdet, die vorher in einer Absperrung aufgestellt war. Der Jugendliche habe sich die Pylone aufgesetzt und sei damit weitergegangen.

Bei seinem "Catwalk-Gang" sei er aber von einer Polizeistreife beobachtet worden, berichten die Beamten. Der Thiersheimer musste die Pylone zurückbringen. Er bekommt eine Anzeige wegen versuchten Diebstahls.

Nach Schlägerei auf Intensivstation

Regensburg.(nt/az) Ein junger Mann ist bei einer Schlägerei so schwer am Kopf verletzt worden, dass er auf der Intensivstation behandelt werden musste. Nach Angaben der Polizei war der 26-Jährige in der Nacht auf Sonntag mit einem Freund in Regensburg unterwegs, als sie auf eine Gruppe von drei Männern trafen.

Sie lieferten sich zunächst einen verbalen Schlagabtausch, schließlich eskalierte die Auseinandersetzung, und einer der Männer aus der Dreiergruppe schlug auf die beiden ein. Der 25 Jahre alte Begleiter wurde ebenfalls verletzt. Die Polizei fahndet nach den Tätern.

Hintergrund Die Technik des Glockengusses

Schon seit Jahrhunderten ist der Glockenguss ein besonderes Ereignis. Am Ortseingang von Waldeck wird dazu eigens ein Loch gegraben, denn der Guss findet unter der Erde statt. Die Patres aus dem Kloster Maria Laach bauen drei Glockenformen. Diese bestehen aus Lehm, werden übereinander modelliert und nacheinander gebacken. Die zweite, mittlere Form nennt sich die "falsche Glocke". Sie wird herausgelöst. In den entstehenden Hohlraum gießen die Brüder zuvor im Schmelzofen erhitztes Metall, bestehend aus Kupfer und Zinn.

Der Glockenguss ist eine Zeremonie mit Gebeten und Liedern, die über Jahrhunderte weitergegeben wurde. In Deutschland existieren nur noch sieben Glockengießereien, weltweit sind es 20. Doch nur in Maria Laach wird dieses Handwerk auch noch von einem Mönch betrieben, wie zu den Anfängen in Europa im sechsten Jahrhundert. (blu)

Das Programm

Am Freitag, 24. Juli, beginnt das Rahmenprogramm zum Glockenguss bereits um 19.30 Uhr. Der Heimatverein bietet Führungen auf die Burgruine. Außerdem erklären die Patres des Klosters Maria Laach den Glockenguss. Die feierliche Zeremonie beginnt bei Sonnenuntergang, musikalisch begleitet von Liedermacher Hubert Treml.

Am Samstag, 25. Juli, veranstaltet Waldeck ein öffentliches Weißwurstfrühstück. Dabei wird die erkaltete Glocke aus ihrer Form geschält und um 12 Uhr zum ersten Mal angeschlagen. Die Weihe ist in Form einer ökumenischen Andacht für 30. August geplant. Zum Rahmenprogramm und zum ersten Glockenschlag ist der Eintritt frei. Für den abendlichen Glockenguss gibt es Karten unter www.nt-ticket.de. (blu)
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