Ralf Volkert und seine Buchtipps für einen spannenden Lese-Herbst
Doping und eine Reise

Neue Lesetipps für kühle Herbstabende: Ralf Volkert von der Buchhandlung Volkert in Sulzbach-Rosenberg hat uns verraten, welche Lektüre sich lohnt.

Jochen Zander: "Der Schwimmer"

1980, Damaskus: Der amerikanische Agent hält sein schwer krankes Kind im Arm. Da explodiert vor dem Haus eine Autobombe - und tötet die Frau, die er liebt. 2013, Schweden: Der junge Politologe Mahmoud bekommt Informationen zugespielt, die ihm den Tod bringen können. Er bittet seine alte Freundin Klara um Hilfe, eine EU-Referentin in Brüssel. Eine rasante Verfolgungsjagd über Paris bis zurück nach Schweden beginnt...

"Ein klassischer Thriller, den man atemlos liest - macht viel Spaß."

Robert Seethaler: "Ein ganzes Leben"

Der elternlose Andreas Egger kommt Anfang des 20. Jahrhunderts als kleiner Junge in ein winziges Bergdorf. auf dem Hof seines Onkels arbeitet er als Hilfsknecht und muss oft die Schläge seines gewalttätigen Ziehvaters einstecken. Als junger Mann stellt er sich dem Onkel entgegen, verlässt den Hof und zieht in ein leerstehendes Häuschen hoch über dem Dorf. Mit Hilfe seiner Kollegen erobert er seine große Liebe Marie. Doch er soll sie schon bald wieder verlieren.

"Die Geschichte ist leicht geschrieben, sentimental und tief berührend, ohne kitschig zu sein."

Franzobel: "Wiener Wunder"

Falt Groschen, Kommissar der Wiener Mordkommission, bekommt eine anonyme E-Mail: Demnächst wird sich in Sportlerkreisen ein vermeintlicher Selbstmord ereignen, der jedoch in Wahrheit ein Mordfall ist. Erst als tatsächlich der Sportler Edgar Wenninger vom Balkon stürzt, schenkt er der Sache Beachtung - und stößt auf ein Geflecht auf Doping, Korruption und Affären.

"Mit diesem schrägen Krimi springt man in das Haifischbecken der Sportwelt. Das Buch spielt zwar in Wien, ist aber kein typischer Heimatkrimi."

Thomas Hettche: "Pfaueninsel"

Die Pfaueninsel in der Nähe von Berlin war der Erholungsort der preußischen Könige und des Adels, mit einem märchenhaft aussehenden Schlösschen, einem Tiergarten und einem Exotenkabinett mit einem Mohr, einem Südseeinsulaner, einem Riesen und zwei Kleinwüchsigen.

Zu diesen beiden zählt Marie, das historisch belegte Schlossfräulein, das auf der Pfaueninsel Liebe und Hass, Glück und Enttäuschungen erlebt - vor dem Hintergrund des 19. Jahrhunderts und der verschiedenen Entwicklungen und Bestimmungen der Insel.

"Pfaueninsel ist ein Buch über die Würde des Menschen und aller anderen Lebewesen und über ein spannendes Jahrhundert. Es steht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis."

Stewart O'Nan: "Die Chance"

Marion und Art Fowler stehen nach 30 Jahren vor den Scherben ihrer Ehe und vor der finanziellen Pleite. Eine Situation, in der schon alles egal ist. Also überziehen die beiden sämtliche Kreditkarten und wiederholen ihre Hochzeitsreise an die Niagarafälle, um es ein letztes Mal miteinander und mit der Lösung ihrer finanziellen Probleme zu versuchen.

Denn nach dem Sightseeing untertags gehen sie abends ins Spielcasino, um mit einem ausgeklügelten System beim Roulette Geld zu machen. Sie setzten in jeder Hinsicht alles auf eine Karte.

"Ein sehr optimistisches Buch, aus dem man Trost gewinnen kann: Es wird schon alles wieder, setz' einfach mal alles auf eine Karte."
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