René Ehringer-Hoffmann und Dieter Hoffmann bauen Museum für Steingut-Produkte aus Hirschau auf
Zuhause für tausende Exponate

Hirschau. (ads) "Gut Ding braucht Weile" - nach diesem Motto nimmt das erste Hirschauer Museum für Steingut, Kaffeekannen und Bierkrüge Gestalt an. Nach jahrelanger intensiver Suche für geeignete Räume wurden René Ehringer-Hoffmann und ihr Mann Dieter Hoffmann im Sommer 2013 fündig: Sie erwarben im Herzen der Altstadt hinter der Kirche in der Hauptstraße 68 das denkmalgeschützte Anwesen, das zu den ältesten Häusern hier zählt. Es wurde bereits 1461 urkundlich erwähnt und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

Beim Kauf ahnte das Paar nicht, dass der heruntergekommene Zustand des alten Gemäuers und der starke Schimmelbefall einen sehr hohen Arbeitseinsatz mit entsprechenden Kosten fordern würden. Beide bedauern, dass der Hilferuf nach Unterstützung im Leeren verhallte. Inzwischen hat das Ehepaar in mühevoller Kleinstarbeit die Räume im Unter- und im ersten Obergeschoss entkernt, verputzt und gestrichen. Nun kann mit dem Anbringen der Regale für die Exponate begonnen werden.

"Wir wollen das in Hirschau lassen, was nach Hirschau gehört", betont René Ehringer-Hofmann, die inzwischen rund 3300 Kaffeekannen und 2800 Exponate aus Hirschauer Steingutproduktion ihr Eigen nennt.

"Eine gute Basis, um damit ein Museum zu bestücken", meint die leidenschaftliche Sammlerin. Während sie sich Kaffeekannen und Steingut verschrieben hat, pflegt ihr Mann eine Schwäche für Bierkrüge. Er hat eine stolze Sammlung von 1350 Stück beieinander, davon 350 aus Hirschauer Produktion.

Alle Exponate lagern derzeit in Kartons verpackt in den Räumlichkeiten des künftigen Museums. Sie warten darauf, ausgepackt und präsentiert zu werden. Im Untergeschoss will das Ehepaar alle Stücke aus der hiesigen Steingutproduktion ausstellen. Der Flohmarkt, der bisher hier jeden Freitagvormittag seine Pforten öffnet und gut angenommen wird, soll in einen Pavillon in den Museumsgarten ausgelagert werden. Der erste Stock ist ebenso wie das Untergeschoss saniert.

Um einen Kontrast zu den überwiegend weißen Kaffeekannen zu schaffen, wurde an den Wänden mit Farbe nicht gespart: Kräftiges Rot, schreiendes Grün, intensives Violett, bezauberndes Terrakotta und sattes Blau bieten einen interessanten Hintergrund für die Exponate. Damit nicht genug, denn das Ehepaar hat noch die Sanierung zweier weiterer Obergeschosse zu bewältigen, um alle Exponate gebührend zu präsentieren.

Zudem wächst die Sammlung täglich. René Ehringer-Hoffmann und ihr Mann bitten, alle hiesigen Steingutproduktionen im künftigen Museum abzugeben, anstatt sie im Wertstoffhof zu entsorgen. Weiter wären beide um jegliche Hilfe bei der Realisierung des Museums mit kleinem Café dankbar, das einmal auf Spendenbasis betrieben wird.
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