Renovierungsarbeiten sollen bis 26. September abgeschlossen werden
Frischluft für das Kufü

Die Tür bleibt bis zum Samstag, 26. September, zu. Um die neue Lüftungsanlage einbauen zu können, musste ein riesiges Loch in den Boden vor dem Eingang gefräst werden. Bild: Hartl
Amberg. Seit dem 3. August könnten die Badegäste des Kurfürstenbads leere Becken bestaunen, wäre es denn offen. Arbeiter werkeln in der Bade- und Saunalandschaft, damit die Wellness-Oase pünktlich am Samstag, 26. September, wieder geöffnet werden kann.

„Derzeit haben wir im Kurfürstenbad mehrere große Baustellen. Die größte ist definitiv im Keller“, erklärt Günter Schwarzer, der Betriebsleiter der Bäder. „Im Untergeschoss befindet sich die Lüftungsanlage, die wir komplett ausgetauscht haben.“ Sie versorgt den Freizeit- und Eingangsbereich sowie die Umkleiden mit frischer Luft. Die Luftfilteranlage, die für das Abteil der Sportler zuständig ist, haben die Stadtwerke schon im vergangenen Jahr erneuert. Die 25 Jahre alten Anlagen entsprachen nicht mehr den aktuellen Bestimmungen, da seit heuer die Luftmengen höher sein müssen als zuvor, erläutert der Bäderleiter.

Zu groß für die Tür

„Jetzt haben wir drei Anlagen, die insgesamt 75 000 Kubikmeter für den Erlebnisbereich des Bades produzieren. Vor dem Umbau hatten wir nur eine, die ein Drittel weniger Luft erzeugt hat.“ Um die neue Lüftungszentrale montieren zu können, mussten die Arbeiter ein Loch in den Eingangsbereich fräsen, da die Konstruktion für die Türen zu groß und sperrig war. Viel Wert legten die Verantwortlichen auf die Verteilung der Frischluft im Freizeitbereich. Vor der Sanierung gab es Stellen im Bad, die nur spärlich mit frischer, warmer Luft versorgt wurden. Schwarz dazu: „Es ist schwierig, in einem Gebäude zum Beispiel neue Belüftungsrohre zu installieren, weil diese im ursprünglichen Bauplan nicht vorgesehen waren.“ Nun gibt es im Kufü fünf neue Belüftungsanlagen, die zusammen rund 1,7 Millionen Euro gekostet haben.

Auch in anderen Bereichen des Bades herrscht hektische Betriebsamkeit. Die alte Sauna wurde vom Estrich bis zur Decke saniert. „Hier musste einiges getan werden, die Fußbodenheizung war kaputt, es gab Probleme mit der Abdichtung, und die Duschen waren über 20 Jahre alt“, berichtet Günter Schwarzer. „Den beteiligten Firmen ist hoch anzurechnen, dass sie teilweise auch am Wochenende oder in der Nacht gearbeitet haben – und das alles nur, um den Zeitplan nicht zu gefährden“, fügt er hinzu.

60 Grad unter dem Dach

Bei den hohen Temperaturen in diesem Sommer hatten die Arbeiter manchmal das Gefühl, die Sauna wäre noch in Betrieb. Es sei schwierig gewesen, bei ungefähr 60 Grad, auf die sich das Bad durch die Sonneneinstrahlung auf das zeltartige Dach aufheizte, vernünftig zu arbeiten. Als es während der Hitzewelle so unglaublich warm wurde, fingen die Firmen teils schon um zwei Uhr in der Nacht an, damit sie um die Mittagszeit herum Feierabend machen konnten. Insgesamt wird die Sauna komplett neu gefliest, die Duschen werden saniert und die Technik modernisiert. Da die Fußbodenheizung defekt war, wurde auch diese ausgetauscht.

Ein weiteres Bauprojekt im Kufü stellt derzeit die Galerie dar. Dort waren Fliesenleger am Werk. Eine Wand, deren Putz bereits abbröckelte, bekam eine neue Fassade. „Die Gesamtkosten für die ganzen Arbeiten betragen ungefähr zwei Millionen Euro, darin sind aber auch die Ausgaben für die neue Luftfiltera
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.