Rentenerhöhung freut auch das Finanzamt

Nach der Rentenerhöhung müssen voraussichtlich 70 000 Ruheständler im kommenden Jahr erstmals Steuern zahlen. Die betroffenen Senioren rutschten durch die höhere Rente in die Steuerpflicht, weil ihre Einkünfte dann über dem steuerfreien Existenzminimum liegen, wie aus einer am Montag bekanntgewordenen Antwort des Bundesfinanzministeriums an die Linken im Bundestag hervorgeht.

Im Zuge der zum 1. Juli 2015 angehoben gesetzlichen Rente werden im kommenden Jahr die Mehreinnahmen den Angaben zufolge auf 310 Millionen Euro geschätzt. Die gesetzliche Rente war zum 1. Juli 2015 in den alten Bundesländern um 2,1 Prozent angehoben worden und in den neuen Ländern um 2,5 Prozent.

2014 gab es 20,6 Millionen Bezieher einer gesetzlichen Rente. Von den mehr als 20 Millionen Ruheständlern werden 2016 voraussichtlich rund 3,9 Millionen "Steuerpflichtige mit Rentenbezug" vom Fiskus belangt werden. Ausschlaggebend kann aber auch die Höhe weiterer Einkünfte sein - etwa Erträge aus Kapitalanlagen oder Mieteinnahmen. Die seit 2005 erhobene Rentensteuer trifft eine relativ kleine, aber jährlich wachsende Gruppe von Ruheständlern.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.