Revision im Auschwitz-Prozess
Aus aller Welt

Die Rekonstruktion des Gessichts neben einer Replik des Schädels. Bild: dpa
Lüneburg.(dpa) Nach dem Urteil im Lüneburger Auschwitz-Prozess hat ein Nebenkläger-Anwalt nach Medieninformationen Revision eingelegt. Per Brief habe der Berliner Rechtsanwalt Andreas Schulz Rechtsmittel gegen das Urteil des Landgerichts Lüneburg geltend gemacht, meldete am Freitag "Spiegel Online". Eine Sprecherin des Gerichts bestätigte dem NDR den Eingang der Revision. Das Urteil müsste dann vom Bundesgerichtshof geprüft werden. Das Gericht hatte den ehemaligen SS-Mann Oskar Gröning wegen Beihilfe zum Mord in 300 000 Fällen zu vier Jahren Haft verurteilt.

Venedig hat ein Touristen-Problem

Venedig.(dpa) Venedig will die Zahl der Touristen an Attraktionen wie dem Markusplatz einschränken. "Wir wollen den Druck von manchen Gegenden im historischen Zentrum nehmen", sagt der neue Bürgermeister Luigi Brugnaro. Erwägt werde ein spezielles Buchungssystem; eine Studie sei dazu in Auftrag gegeben worden. So sollten Einheimische, Pendler oder Hotelgäste unter bestimmten Bedingungen uneingeschränkten Zutritt haben. Dagegen müssten Tagestouristen vorher einen Besuch buchen. So könne ihre Zahl limitiert werden. Unklar ist, ob Eintritt bezahlt werden soll.

Ein Gesicht für die Steinzeit-Frau

Hagen.(dpa) Nach dem Fund ihres Schädels in einer Höhle hat eine Frau aus der Jungsteinzeit 5600 Jahre nach ihrem Tod wieder ein Gesicht bekommen. Die Frankfurter Rechtsmedizinerin Constanze Niess rekonstruierte Gewebe, Haut und Haare der 17 bis 22 Jahre alten Frau, deren Schädel in der Blätterhöhle im westfälischen Hagen gefunden worden war. Der Schädelfund sei etwas ganz Außergewöhnliches, sagte Ralf Blank, Historiker und Archäologe beim Historischen Centrum Hagen. Die Frau repräsentiere eine Population jungsteinzeitlicher Jäger und Sammler. Laut Lehrmeinung hätten es die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geben dürfen, sagte Blank. Das Gesicht zu sehen, sei faszinierend, sagte der Archäologe. "Sie würde nicht auffallen wenn sie in Hagen durch die Innenstadt liefe."

Vatikan öffnet seinen Landeplatz

Vatikanstadt.(KNA) Der Hubschrauberlandeplatz von Papst Franziskus im Vatikan darf künftig auch für Krankentransporte und Organtransfers benutzt werden. Darauf verständigten sich die vatikanische Kinderklinik "Bambino Gesu" und die vatikanische Staatsverwaltung, wie der "Osservatore Romano" berichtete. Es handele sich um eine "bedeutende Geste der Nächstenliebe" zitierte die vatikanische Tageszeitung die Präsidentin des Krankenhauses, Mariella Enoc.
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