Ringen mit sich selbst

Der Kirchenchor Waldau unter Leitung von Hans-Josef Völkl gestaltete das Patrozinium der Dorfkirche Burgtreswitz mit. Bild: gi

In der Patroziniumsfeier der Dorfkirche in Burgtreswitz hörten die Gläubigen, dass auch Maria Zweifel hatte. "Wie soll das geschehen?", fragte sie, als Gott ihr die Geburt des Erlösers verkündete.

"Jetzt naht die wunderbare Zeit", stimmten die Sänger des Kirchenchors Waldau unter Leitung von Hans-Josef Völkl in den Festgottesdienst ein. Die Dorfkirche feierte ihr Patrozinium Maria Immaculata. Mit ihren Fahnen standen Feuerwehr sowie Soldaten- und Kriegerverein am Altar. Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm, das Zepter in der anderen Hand, vom Strahlenkranz umgeben, ist das Altarbild der Dorfkirche.

Die Ministranten waren Alisa Hupfauf, Michaela Schnupfhagn und Selina Zeitler. Letztere trug die Lesung vor. Die Kirche schenke uns dieses Fest, das uns Maria als den ersten erlösten Menschen vor Augen stellt. "Im Evangelium hörten wir die Geschichte ihrer Berufung, Mutter Gottes zu werden", führte Pfarrer Josef Most aus. Die Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria sei für den Evangelisten Lukas das Zeichen einer radikalen Neuschöpfung. So werde Maria auch gepriesen als Morgenröte des Heils. "Sie war von Gott erwählt worden, der Welt den Erlöser zu gebären." Maria Immaculata bedeute nicht, dass ihr Leben einfach gewesen wäre, ohne Herausforderungen und Krisen. "Ihr Leben war ein stetes Ringen, ja zu sagen zu den Plänen Gottes." Auch sie sei nicht frei gewesen von Zweifeln und habe Gott Fragen gestellt: "Wie soll das geschehen?"

Nicht viel werde uns von ihrem inneren Ringen erzählt. An einigen Stellen heiße es nur: "Sie bewahrte alles in ihrem Herzen." Was habe sie wohl alles in ihrem Herzen bewegt. Auf diese Weise könne uns Maria zum Vorbild für unser Leben werden. Maria habe uns den Erlöser geboren, unseren Heiland. "Er ist gekommen, um zu heilen, was verwundet ist. Ihm dürfen wir uns mit unserer ganzen Sehnsucht anvertrauen", sagte der Geistliche. "Er ist unser Weg, unsere Wahrheit und schenkt uns neues Leben. Maria möchte uns begleiten und helfen, damit wir zu ihm finden." Mit einem Marien-Gebet beendete der Priester die Predigt. Der Kirchenchor Waldau begleitete das Patrozinium mit Liedern wie "Maria durch ein Dornwald ging". Zum Schluss sangen alle "Tauet Himmel".
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