Rücksicht und Besonnenheit
Angemerkt

Straßenwärter, Polizisten, Feuerwehrleute, Sanitäter und Notärzte. Um die Aufgaben, die sie an Unfallstellen übernehmen, sind sie nicht zu beneiden. Sie sehen Blut, Wunden, schwerste Verletzungen und oft genug auch Tote. Leid und Elend.

War ein Unfall vermeidbar? Oft genug ist es müßig, darüber zu diskutieren. Zu spät ist zu spät. Passiert ist passiert. In vielen Fällen wäre aber Schlimmeres zu verhindern. Mit 150 Sachen an einer Unfallstelle vorbeibrettern, während Sanitäter und Ärzte um Leben von Menschen kämpfen? Muss nicht sein. Schnell in der Rettungsgasse nach vorne düsen, weil man sonst zu einem wichtigen Meeting zu spät kommt - und auf diese Weise Rettungskräften den Weg versperren? Darf nicht sein. Und muss auch nicht sein.

Etwas mehr Rücksicht und Besonnenheit im Verkehr - das ist uns allen zu wünschen. Wegen der Mitmenschen, aber auch wegen uns selbst. Niemand ist davor sicher, nicht selbst in einen Unfall verwickelt zu werden.

alexander.raedle@derneuetag.de

Aus der Region Hubschrauber fliegt für Stromtrasse

Bayreuth. (nt/az) In den nächsten Wochen schwebt ein Hubschrauber über der Stromtrasse "Ostbayernring" in Oberfranken und der Oberpfalz. Netzbetreiber Tennet will laut Mitteilung die Trasse vermessen, bevor sie durch eine neue ersetzt wird. Seit Montag fliegt der Hubschrauber entlang des sogenannten Ostbayernrings. Diese Stromtrasse führt von Redwitz (Kreis Lichtenfels) durch Frankenwald und Fichtelgebirge bis nach Schwandorf.

Die Vermessung soll bevorstehende Bauarbeiten vorbereiten: Die bestehende Stromtrasse stößt an ihre Kapazitätsgrenzen und wird durch eine leistungsfähigere ersetzt. Diese Leitung soll parallel zur bestehenden errichtet werden. Die alten Strommasten werden danach abgebaut. Bis Ende April ist der Helikopter an fünf Tagen unterwegs. Dabei vermisst er einen Korridor von 200 Metern Breite per Laserscanning zentimetergenau.

Der Hubschrauber wird mit 100 Stundenkilometern in etwa 300 Metern Höhe unterwegs sein. Die Vermessung soll laut Tennet eine präzise Datengrundlage mit allen landschaftlichen Merkmalen für die weitere Planung schaffen. Dafür bestimmt der Hubschrauber seine eigene Position über GPS und zeichnet gleichzeitig die Oberflächenstruktur des Geländes als 3D-Modell auf. Zusätzlich werden hochauflösende Fotos aufgenommen. Für ein vollständiges Bild müssen die Flüge abgeschlossen sein, bevor die Bäume belaubt sind.
Weitere Beiträge zu den Themen: Themen des Tages (14863)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.