Rücktritt ins zweite Glied

Im Sportschützengrenzgau ist Ehrenschützenmeister Alois Pelzl (Zweiter von links) von den "Luhetal"-Schützen der Erste, dem Gauschützenmeister Stefan Brandmiller (Zweiter von rechts) das Protektoratsabzeichen des Deutschen Schützenbundes verlieh. Schützenmeister Josef Herrmann (links) trat von seinem Amt zurück und übergab das Heft an den erfolgreichen Nachwuchsschützen Thomas Eiberweiser (rechts). Bild: dob

Ausgiebig feierten die "Luhetal"-Schützen ihr 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund verlegte Schützenmeister Josef Herrmann die Jahreshauptversammlung, die traditionsgemäß am Vortag des Dreikönigsfestes gefeiert wird, exakt auf den Tag der Wiedergründung vor 60 Jahren am 30. Januar 1955.

Im Gasthof "Zum Sonnenhang" versammelten sich die Mitglieder, um an das damals zukunftsweisende und einschneidende Ereignis des Ortsteils gebührend zu erinnern. Genau diesen Jubiläumstag wählte Josef Herrmann aus, im Verlauf der Versammlung seinen Rücktritt vom Amt des ersten Schützenmeisters bekannt zu geben.

Ergänzungswahl notwendig

Private Gründe drängten ihn dazu, ließ er die Mitglieder wissen. Falls er wieder einmal mehr Zeit einbringen könnte, sei er gerne bereit, wieder die Führungsrolle zu übernehmen. Keinesfalls wolle er, dass der Verein unter seiner Zeitnot Nachteile erleide. In einer Ergänzungswahl wurde Thomas Eiberweiser zum ersten Schützenmeister bestimmt. Nachdem sich niemand bereit erklärt hatte, den damit freigewordenen Stellvertreterposten zu übernehmen, sprang erneut Josef Herrmann in die Bresche und ließ sich das Amt aufbürden. Mit Eiberweiser habe er aber einen Mann an der Spitze, der anpacke und ihm die Last von den Schultern nehme. Einstimmig votierten die Versammlungsteilnehmer für Herrmann als Stellvertreter.

14 Jahre im Amt

Von insgesamt 23 Jahren im Schützenverein "Luhetal" übte Herrmann 7 Jahre lang den Stellvertreterposten aus und war in den vergangenen 14 Jahren erster Schützenmeister. Zwar rückte er nun erneut eine Stufe zurück, übernimmt aber weiterhin mit dem neuen Mann an der Spitze, Thomas Eiberweiser, Verantwortung.

Zu einer erstmaligen Auszeichnung im Schützengrenzgau Vohenstrauß kam Ehrenschützenmeister Alois Pelzl durch Gauschützenmeister Stefan Brandmiller im Laufe des Jubiläumsabends. Wegen seiner großen Verdienste um das Schützenwesen erhielt Pelzl das selten vergebene Protektoratsabzeichen des Deutschen Schützenbundes, das Hoheit Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha gestiftet hatte. "Du hast Großartiges für den Schützenverein 'Luhetal' geleistet", wandte sich Hermann an Pelzl, bevor er ihm das Abzeichen ans Revers seiner Uniform heftete.

Seine Verdienste sind auch im sportlichen Bereich enorm. Pelzl übte sein Amt vom 29. März 1974 bis zum 5. Januar 2001 ununterbrochen aus. Unter dem Beifall der Mitglieder nahm Pelzl dankbar diese große Auszeichnung an. Er ist der erste Schützenbruder im gesamten Grenzgau, der dieses Abzeichen sein Eigen nennen kann, betonte Brandmiller.
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