Rund zehn Anzeigen gegen Ex-VW-Chef - Audi-Entwicklungschef beurlaubt
Justiz ermittelt gegen Winterkorn

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Ermittlungen gegen Ex-VW-Vorstandschef Martin Winterkorn aufgenommen. Bild: dpa
Ex-Volkswagen-Chef Martin Winterkorn gerät wegen des Abgas-Skandals nun auch ins Visier der Justiz. Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft erklärte am Montag, angesichts mehrerer Strafanzeigen ein Ermittlungsverfahren gegen den Manager eingeleitet zu haben. Der Schwerpunkt der Ermittlungen liegt demnach auf dem Vorwurf des Betruges durch den Verkauf von Kraftfahrzeugen mit manipulierten Abgaswerten, betonte die Behörde.

Es werde nun geprüft, ob gegen Winterkorn ein Anfangsverdacht bestehe, sagte eine Sprecherin. Derzeit werde Winterkorn noch nicht als Beschuldigter in dem Verfahren geführt, allerdings sei sein Name der einzige eines VW-Managers, der in den Anzeigen auftauche. Vor allem wollen die Ermittler klären, wer für die Manipulationen die Verantwortung trägt und welches Ziel sie hatten. Bisher seien rund zehn Anzeigen eingegangen. Mit weiteren werde gerechnet.

Am Montag wurden weitere personelle Konsequenzen des Diesel-Dramas bekannt. So beurlaubte der Konzern mehrere Top-Manager, darunter Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg. VW äußerte sich am Montag nicht dazu, auch Audi lehnte eine Stellungnahme ab. Offenbar wehrt sich Hackenberg juristisch gegen seine Suspendierung.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.