Rupprecht: "Finde es sehr schade"
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Weiden/Berlin. (za/dpa) Der Bundestagabgeordnete Albert Rupprecht (CSU) aus Waldthurn (Kreis Neustadt/WN) zeigte sich "nicht überrascht" vom Rückzug Gauweilers aus der Parteispitze. Ihn habe aber verwundert, dass Gauweiler auch sein Bundestagsmandat niederlegt. "Ich finde es sehr schade, weil es umso wichtiger ist, dass diese Position, die - wie er sagt - Vertretung braucht, auch vertreten ist." Rupprecht, der wie Gauweiler Ende Februar gegen eine Verlängerung der Griechenland-Hilfen gestimmt hatte, glaubt nicht, dass dieser in einer anderen Partei aktiv wird. "Er ist durch und durch ein CSUler." Zudem gebe es keinen Widerspruch zur Partei an sich. Gauweiler habe auf Basis von Parteitagsbeschlüssen gehandelt.

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt , teilte zu Gauweilers Rückzug mit: "Wenn er der Auffassung ist, seine Wähler nicht mehr angemessen vertreten zu können, ist das ein konsequenter Schritt." CSU-Chef Horst Seehofer erklärte zum Rücktritt: "Ich respektiere die Entscheidung von Peter Gauweiler und danke ihm für die geleistete Arbeit für unsere Partei." Die CSU werde ihre Europapolitik weiter am Europaplan der Partei ausrichten. Dieser war 2013 auch unter Mitwirkung Gauweilers erarbeitet worden. Der bayerische SPD-Chef Florian Pronold sprach von einem "schwerwiegenden Autoritätsverlust" für den CSU-Vorsitzenden: "Horst Seehofer gehen die Leute von der Fahne."
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