Salmonellen-Skandal in Bayern: 460.000 Hühner werden getötet [Aktualisierung]
Umweltministerin weist Schlamperei-Vorwürfe zurück

Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt gegen das Unternehmen Bayern-Ei aus Aiterhofen (Landkreis Straubing-Bogen) wegen eines Salmonellen-Ausbruch mit zwei Toten und Hunderten Erkrankten. (Bild: dpa)
München. (dpa) Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) hat Schlamperei-Vorwürfe gegen die Behörden im Salmonellen-Skandal um eine niederbayerische Firma entschieden zurückgewiesen. Die zuständigen Mitarbeiter seien ihrer Verantwortung absolut gerecht geworden, sagte Scharf am Donnerstag im Umweltausschuss des Landtags.

«Der Vorwurf, man habe nicht reagiert, ist schlichtweg falsch.» Scharf betonte: «Ich verwahre mich gegen die Verunglimpfung der Behörden, und ich verwahre mich gegen die gezielte Verunsicherung der Menschen in Bayern.»

Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt gegen das Unternehmen Bayern-Ei aus Aiterhofen im Landkreis Straubing-Bogen. Untersucht wird, ob die Firma für einen Salmonellen-Ausbruch mit zwei Toten und Hunderten Erkrankten vor allem in Großbritannien und Österreich verantwortlich war.

460.000 Hühner werden getötet

Am Donnerstagmittag wurde bekannt, dass der Betrieb in den kommenden Wochen rund 460.000 Hühner töten wird. Die Tötung der Tiere am Standort Wallersdorf-Ettling habe am Mittwoch begonnen, sagte der Landrat des Landkreises Dingolfing-Landau, Heinrich Trapp (SPD).

Mit einer angeordneten Keulung und Entsorgung habe das allerdings nichts zu tun, betonte Trapp: «Das ist eine rein betriebliche Maßnahme, die alle Jahre im Juni/Juli durchgeführt wird.» Die Schlachttiere seien vorher strichprobenartig untersucht worden und für die weitere Verwertung freigegeben worden.

Die Firma hat auch Ställe in den Landkreisen Deggendorf und Dingolfing-Landau. Bayern-Ei war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
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