San Bernardino: Täterin versprach IS Gefolgschaft

Die Frau, die in San Bernardino mit ihrem Mann 14 Menschen erschossen hat, soll laut Medienberichten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Gefolgschaft versprochen haben. CNN und NBC zitierten am Freitag Angaben von Ermittlern, die sich wiederum auf einen Facebook-Beitrag der Frau beriefen. Tashfeen Malik habe diesen während oder kurz vor der Attacke abgesetzt und darin IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi ihre Gefolgschaft versprochen. Malik stammt aus Pakistan, das Paar traf sich erstmals in Saudi-Arabien. Schwer bewaffnet, wurden der 28-jährige Syed Farook und seine 27 Jahre alte Frau auf der Flucht von der Polizei erschossen. Farook, ein US-Bürger, reiste im Juli 2014 mit seiner Frau in die USA ein. Das Paar hatte eine gemeinsame, erst sechs Monate alte Tochter.

Bisher hatten sich Ermittlungen und Fragen vor allem mit dem Umfeld Farooks beschäftigt. Er habe vor mehreren Jahren Kontakt zu Extremisten in den USA und im Ausland gehabt, zitierte die "New York Times" Ermittler. Es habe aber in Bezug auf ihn weder aktuelle Kontakte gegeben noch Hinweise, wonach die Bluttat von Islamisten oder Extremisten inspiriert gewesen sei. Die US-Bundespolizei FBI geht bei dem Massaker mittlerweile von Terrorismus als Motiv aus. Eine Verbindung zum IS sei jedoch noch nicht gefunden worden, sagte der stellvertretende FBI-Direktor von Los Angeles David Bowdich.
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