Saniertes Marterl erinnert an verunglückten Bauer
Tod kam bei der Waldarbeit

Nach einer Generalsanierung erstrahlt das Marterl der Familie Scharl aus Witzlhof, das am Ortsrand von Altmannshof am Waldrand des Brüllholzes steht, wieder im neuen Glanz. Ortsheimatpfleger Hans Prem aus Witzlhof, Josef Schön aus Altmannshof als Initiator der Generalsanierung und Maler Albert Meier aus Witzlhof freuten sich über die gelungene Sanierung.

Schon immer zeigte Josef Schön großes Interesse für Marterln und Wegkreuze. Und so war es auch nicht das erste Flurdenkmal, das er vor dem Verfall bewahrt hat. Während er sich um die Instandsetzung des Steins kümmerte, malte Albert Meier das Bild, das das Marterl nun ziert, nach einer Originalvorlage neu.

Das Marterl wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgestellt, nachdem hier der Obersdorfer Bauer Andreas Winkler beim Holzfällen ums Leben gekommen war. Ein abgesägter Baum hatte sich in der Krone eines anderen Baumes verfangen. Als man den Stamm abschlagen wollte, löste sich dieser unerwartet und erschlug den Bauern. Er verstarb an Rippen- und Beinbrüchen am 3. April 1867 im Alter von knapp 65 Jahren. Am alten Weg von Altmannshof nach Obersdorf steht nun seit fast 150 Jahren dieser Gedenkstein und wird seitdem gepflegt.
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